Freitag, 11. September 2015

Sensation: Roberta Vinci erreicht rein italienisches US-Open-Finale

Serena Williams verpasst den Grand Slam und scheitert im Halbfinale der US Open an der Italienerin Roberta Vinci. Im Finale trifft diese nun auf ihre ebenfalls aus Apulien stammende Landsfrau Flavia Pennetta.

Riesenjubel bei Roberta Vinci nach dem Sieg gegen die Nummer eins.
Riesenjubel bei Roberta Vinci nach dem Sieg gegen die Nummer eins. - Foto: © APA/EPA

Was für eine Riesenüberraschung: Serena Williams scheiterte im Halbfinale der US Open an der Außenseiterin Roberta Vinci und hat es verpasst, die vier wichtigsten Tennis-Turniere in einer Saison zu gewinnen. Damit gibt es ein italienisches Damen-Finale in New York.

Nach dem Sensations-Aus im US-Open-Halbfinale bleibt für Serena Williams der erste Grand Slam seit der Steffi-Graf-Ära womöglich für immer ein unerreichbares Kunststück. Die Tennis-Weltranglisten-Erste verlor am Freitag in New York 6:2, 4:6, 4:6 gegen Roberta Vinci, die in einem nie für möglich gehaltenen italienischen Endspiel an diesem Samstag auf Flavia Pennetta trifft.

Vinci fand nach dem Sieg gegen die Weltranglisten-Erste zunächst keine Worte. „Ich habe Serena geschlagen – sorry, Leute. In meinem Kopf gehen gerade so viele Sachen vor sich. Das ist der beste Moment in meinem Leben“, sagte die 32-jährige Vinci – und wurde von den amerikanischen Fans gefeiert.

Die ein Jahr ältere Pennetta erreichte durch das unerwartet klare 6:1, 6:3 über die Rumänin Simona Halep zuvor ihr erstes Grand-Slam-Finale.

„Es ist großartig. Vor 20 Tagen hat mich mein Physiotherapeut gefragt, ob ich nicht glaube, jemals einen Grand Slam zu gewinnen oder ins Finale zu kommen. Ich habe nein gesagt“, erzählte Pennetta. „Die guten Sachen passieren meistens, wenn man sie nicht erwartet.“

dpa

stol