Freitag, 18. August 2017

Ski alpin: Neureuther erwägt Abkehr vom Riesentorlauf

Der deutsche Skirennfahrer Felix Neureuther denkt über eine Fortsetzung seiner Alpin-Karriere bis Olympia 2022 nach.

Neureuther erwägt nach den anstehenden Winterspielen 2018 in Pyeongchang einen Verzicht auf Starts im Riesentorlauf.
Neureuther erwägt nach den anstehenden Winterspielen 2018 in Pyeongchang einen Verzicht auf Starts im Riesentorlauf. - Foto: © LaPresse

Dafür erwägt er nach den anstehenden Winterspielen 2018 in Pyeongchang allerdings einen Verzicht auf Starts im Riesentorlauf. „Es kann sein, dass ich dann nur im Slalom weitermache und noch für 2, 3, 4 Jahre fahre“, sagte Neureuther der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Beim Saisonhöhepunkt im kommenden Februar in Südkorea wird der erfolgreichste deutsche Weltcup-Starter fast 34 Jahre alt sein. 4 Jahre später in Peking wäre er demnach fast 38 Jahre alt.

Neue Ski im Riesentorlauf 

Im Riesentorlauf kommen ab dieser Saison Ski zum Einsatz, die den Rücken stark beanspruchen – seit Jahren Neureuthers Problemzone. Ohne die Disziplin könnte der Sportler Kraft sparen für den Slalom. Im Torlauf haben auch ältere Athleten immer wieder Erfolge gefeiert. ÖSV-Ass Mario Matt etwa wurde in Sotschi im Alter von fast 35 Jahren Olympiasieger.

Ob und wie Neureuther seine Laufbahn nach dem anstehenden Winter weiterführt, hängt auch von anderen Faktoren ab: „Wenn ich sportlich nicht mehr auf höchstem Niveau fahren kann, dann würde ich aufhören.“

Haus und Kind für Neureuther

Zudem spiele das Umfeld im Verband eine Rolle („Man muss auch sehen, wie es beim DSV mit den Trainern weitergeht“) und seine familiäre Situation mit Freundin Miriam Gössner.

„Die Miri und ich, wir kriegen ja ein Baby, und dazu bauen wir gerade noch ein Haus“, erinnerte Neureuther, der sich 6 Monate vor seinen Olympia-Rennen im Trainingslager in Neuseeland auf den alpinen Saisonstart Ende Oktober vorbereitet.

apa/dpa

stol