Freitag, 12. Januar 2018

Uni Innsbruck: Bald zu warm für Olympische Winterspiele

Eine Studie eines internationalen Forschungsteams an der Uni Innsbruck zeigt auf, dass es immer schwieriger wird, einen Austragsort für die Olympischen Winterspiele zu finden. Aufgrund des Klimawandels sollen sich manche Regionen früh genug bewerben, raten die Wissenschaftler.

Forscher der Uni Innsbruck sehen im Klimawandel eine Bedrohung für die Olympischen Winterspiele.
Forscher der Uni Innsbruck sehen im Klimawandel eine Bedrohung für die Olympischen Winterspiele.

Tourismusforscher Robert Steiger von der Universität Innsbruck arbeitete an der Studie mit und warnt, dass bis zum Ende des Jahrhunderts nur mehr 8 der 21 Austragsorte für die Olympischen Winterspiele infrage kämen, wenn die Treibhausgasemissionen nicht drastisch gesenkt würden.

Robert Steiger forscht an der Uni Innsbruck zu dem Thema. - Foto: Uni Innsbruck

Bereits in Sotschi 2014 erste Behinderungen

Die Forscher fühlen sich bestätigt, als sie 2014 in Sotschi schwierige Wetter- und Schneeverhältnisse voraussagten. Dies bewahrheitete sich, als zahlreiche Trainingseinheiten abgesagt werden mussten und sich Beschwerden bei den Athletinnen und Athleten aufgrund der wechselhaften Bedingungen zeigten.

Der Bedarf an Risikomanagement-Strategien wie Beschneiung und Eis- und Sprunglaufkühlung ist an den Winterspiel-Standorten größer geworden.

Neuer Trend bei den Winterspielen

Man versucht nun, den Trend umzukehren. Winterspiele hätten auch in wärmen Regionen Zukunft, erklärt Yan Fang von der Peking Universität in China.  Dies beweisen die Winterspiele 2018 in Pyeongchang in Südkorea, und 2022 in Peking.

stol

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