Donnerstag, 07. Januar 2016

500.000 weniger Arbeitslose in Italien

Das Wirtschaftswachstum, das Italien zu spüren bekommt, und eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Premier Matteo Renzi wirken sich positiv auf die Beschäftigung im Land aus.

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In einem Jahr hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 479.000 Personen reduziert, berichtete Italiens Statistikamt Istat am Donnerstag.

Die Arbeitslosenzahl sank im November um 14,3 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2014. Die Arbeitslosenrate betrug damit 11,3 Prozent, das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. 2,871 Millionen Italiener sind noch auf Jobsuche, das sind 48.000 weniger als im Oktober.

Die Arbeitslosigkeit unter den italienischen Jugendlichen sank im November gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozentpunkte auf 38,1 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2013, berichtete Istat.

Regierungschef Renzi begrüßte die positiven Arbeitslosenzahlen. Seine Regierung hatte im Dezember eine „Jobs Act“ genannte Arbeitsmarktreform verabschiedet, mit der unter anderem der Kündigungsschutz gelockert wurde, dafür stabile Arbeitsverhältnisse stärker gefördert werden. Es bleibe jedoch noch viel zu tun, um die Jugendbeschäftigung zu fördern.

Die Arbeitslosigkeit in Italien hatte im November 2014 ein Rekordhoch erreicht. Die Arbeitslosenquote betrug damals 13,4 Prozent. Das war der höchste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1977.

EU-Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 2009

Die Arbeitslosenrate in der EU ist im November des Vorjahres mit 9,1 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Juli 2009 gesunken. Die Eurozone verzeichnete mit 10,5 Prozent den geringsten Wert seit Oktober 2011.

Im November konnte Deutschland neuerlich mit der niedrigsten Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent punkten. Dahinter folgen Tschechien (4,6 Prozent), Malta (5,1 Prozent) und Großbritannien (5,23 Prozent). Nach Österreich folgen Dänemark (6,0 Prozent), Luxemburg (6,1 Prozent), Estland (6,3 Prozent), Ungarn (6,4 Prozent), Rumänien (6,7 Prozent), die Niederlande (6,8 Prozent), Schweden (7,0 Prozent), Polen (7,2 Prozent), Belgien (7,8 Prozent), Litauen (8,4 Prozent), Slowenien (8,6 Prozent), Bulgarien und Litauen (je 8,8 Prozent), Finnland (9,4 Prozent), Lettland (10,0 Prozent), Frankreich (10,1 Prozent), Slowakei (10,5 Prozent), Italien (11,3 Prozent), Portugal (12,4 Prozent), Zypern (15,8 Prozent), Kroatien (16,6 Prozent), Spanien (21,4 Prozent) und Griechenland (24,6 Prozent).

Eurostat schätzt, dass im November in der EU insgesamt 22,159 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 16,924 Millionen im Euroraum. Gegenüber Oktober fiel die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um 179.000, im Euroraum ging sie um 130.000 zurück.

apa

stol