Dienstag, 30. Juni 2015

Athen will neues Hilfsprogramm: wieder Gespräche am Mittwoch

Im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern zeichnet sich in letzter Minute eine neue Wende ab. Die Eurogruppe berät am Mittwoch die neuen Vorschläge Athens.

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Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg meldete am Dienstag, die Regierung in Athen wolle die Euro-Partner um ein neues, zweijähriges Hilfsprogramm aus dem Euro-Rettungsfonds ESM bitten.

Die Agentur beruft sich auf ein Statement aus dem Büro von Ministerpräsident Alexis Tsipras, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die angestrebte Vereinbarung soll nach Angaben der Regierung alle finanziellen Bedürfnisse sowie parallel eine Restrukturierung der griechischen Schulden abdecken. „Griechenland bleibt am Verhandlungstisch“, heißt es in dem Statement.

Neue Vorschläge - neue Gespräche

Die Finanzminister der Eurozone haben ihre Telefonkonferenz zur Griechenland-Krise am Dienstag beendet. Wie ein griechischer Regierungsvertreter am Dienstagabend mitteilte, werden die Gespräche am Mittwochvormittag fortgesetzt.

IWF-Rückzahlung nur aufgeschoben

Griechenland wird nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Mittwoch neue Vorschläge in der Schuldenkrise unterbreiten. Die Eurogruppe werde am selben Tag darüber beraten, sagte er am Dienstagabend.

Griechenland stellt nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung beim Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Antrag auf Zahlungsaufschub. Die Rückzahlung von 1,54 Mrd. Euro – die an diesem Dienstag fällig ist – solle verschoben werden, berichtet das Blatt. 

apa/dpa

stol