Dienstag, 17. Januar 2017

Aus für neues Einkaufszentrum in Bozen Süd

In der Bozner Industriezone wird in nächster Zukunft kein neues Einkaufszentrum entstehen. Die Landesregierung hat am Dienstag die Baukonzession für den Lebensmittelkonzern Aspiag annulliert.

Hier sollte das Aspiag-Einkaufszentrum in Bozen Süd entstehen. Doch nun schob das Land den Riegel vor.
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Hier sollte das Aspiag-Einkaufszentrum in Bozen Süd entstehen. Doch nun schob das Land den Riegel vor.

Es war Michele Penta, der ehemalige kommissarische Verwalter der Stadt Bozen, der die umstrittene Entscheidung getroffen hatte, dem Konzern Aspiag eine Baukonzession für das Gelände in der Buozzistraße auszustellen und damit de facto ein weiteres Einkaufszentrum in der Stadt zu ermöglichen. Die dort vorgesehenen Handelsflächen sollten nämlich nicht für den Großhandel verwendet werden, sondern dem Einzelhandel, konkret einem großen Einkaufszentrum, dienen.

Eine Zeit lang wurde dann auch fleißig gebaut. Jedoch schon Ende Dezember musste die Aspiag die Arbeiten einstellen. Damals hatte die Landesregierung erklärt, die Baukonzession sei nicht rechtens. Mit der Streitfrage sollte sich abermals die Kommission für Natur, Landschaft und Rußentwicklung befassen. Diese bekräftigte vor wenigen Tagen: Die Konzession sei zu annullieren.

Die Landesregierung schloss sich dieser Haltung am Dienstag an und erklärte die Baukonzession der Aspiag für nichtig. Grund für die Annullierung seien Gesetzesverletzungen. Die Baukonzession stehe im Widerspruch zu den geltenden urbanistischen Bestimmungen.

Ob damit ein Schlussstrich unter die Einkaufszentrumpläne der Aspiag gezogen wurde, kann bezweifelt werden. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, sich gegen die Entscheidung zu wehren und zwar in Form eines Rekurses vor dem Verwaltungsgericht.

stol/D

stol