Mittwoch, 13. Januar 2016

Bahnhofsprojekt Bozen: Endlich Nägel mit Köpfen?

Das Areal des Bozner Hauptbahnhofs soll umgebaut werden. Das heißt es schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Nun soll es schnell gehen und die Ausschreibung des Großprojektes innerhalb der nächsten vier Monate erfolgen. Das kündigte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Rahmen der aktuellen Fragestunde im Südtiroler Landtag an. Interessierte Investoren soll es bereits geben.

Das Siegerprojekt von Architekt Boris Podrecca.
Badge Local
Das Siegerprojekt von Architekt Boris Podrecca.

Die Neugestaltung des Bahnhofsgeländes ist das bedeutendste Bauvorhaben in der Landeshauptstadt seit Jahrzehnten. „Es ist eine Riesenchance für die Zukunft der Stadt, welche die Lebensqualität Bozens enorm steigern wird,“ ist SVP-Fraktionsvorsitzender Dieter Steger sicher.

Ausschreibungen in Planung - 1 Milliarde Euro an Kosten

Umso erfreulicher ist die Nachricht des Landeshauptmannes, dass die Ausschreibung dazu innerhalb der nächsten vier Monate erfolgen wird.  

Es wird damit gerechnet, dass sich die Investitionen auf annähernd eine Milliarde Euro belaufen werden, wovon mehr als ein Viertel auf die Verlegung von Infrastruktur entfällt. 

Ein Investor soll das gesamte Projekt übernehmen

Als besonders interessant bezeichnet Steger die „Small-Bussiness-Klausel“, die in der Ausschreibung des Bahnhofsareals enthalten sein wird. Steger erklärt: „Der Gewinner der Ausschreibung (Investor) wird das gesamte Projekt übernehmen, für die Umsetzung der Arbeiten muss er allerdings auf kleinere einheimische Firmen zurückgreifen. Und das kann nur in unserem Sinne sein!“

Dass sich das Projekt zur Gänze selbst tragen werde, sei vor allem dem Vorhaben zu verdanken, neben einem modernen Mobilitätszenturm im Herzen der Stadt auch hunderte neue Wohnungen in attraktiver Lage zu realisieren.

Wohnungen realisieren - schon Investoren am Haken

„Eine Studie besagt, dass sich der Verkauf dieser Wohnungen marktwirtschaftlich als sehr interessant erweisen wird,“ bemerkt Steger und meint: „Zumal die Wohnungen schrittweise entstehen werden, müssen sie nicht alle auf einmal vorfinanziert werden. Das schafft wertvollen Finanzierungsspielraum“.

Einige interessierte Investoren für das Gesamtprojekt hätten sich bereits  gemeldet, lässt Landeshauptmann Kompatscher verlauten.

Die Umgestaltung des Bahnhofsareals und das Siegerprojekt

Das Projekt ist gigantisch. Durch einen Planungswettbewerb wurde ein Siegerprojekt erkoren, welches die Verlegung des Bahnhofs nach Südosten vorsieht. Die historische Trasse durch Rentsch würde ersetzt und ca. 20 Hektar Fläche auf dem bestehenden Betriebsgelände gewonnen werden.

stol/lpa

stol