Die gestiegenen Preise für Betriebsmittel und die hohen Energiekosten: All dies macht derzeit vielen Bergbauern das Leben schwer, ganz besonders in der Milchwirtschaft. <BR /><BR />Wie kann den Bergbauernfamilien in diesen schwierigen Zeiten am besten geholfen werden? Mit dieser Frage haben sich der Südtiroler Bauernbund, die Milchhöfe, der Sennereiverband Südtirol, die Tierzuchtverbände, der Beratungsring Berglandwirtschaft BRING sowie die Landesverwaltung zum wiederholten Male beschäftigt. <BR /><BR /><b>„Die Landesregierung wird einen größeren Teil der Gelder bereitstellen“</b><BR /><BR />Klar wurde auf dem gemeinsamen Treffen, dass es eine Unterstützung geben wird: „Die Landesregierung wird einen größeren Teil der Gelder bereitstellen. Hinzu kommen noch die Unterstützungen der EU und des Staates für die Viehwirtschaft“, sagte der Direktor der Abteilung Landwirtschaft, Martin Pazeller. Aufgrund der einzuhaltenden Verwaltungsprozeduren werde die Unterstützung für die Betriebe mit Milchkuh-Haltung erst im Spätherbst kommen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="758696_image" /></div> <BR /><BR />Wichtige positive Signale sendet auch der Handel: „Die Milchhöfe haben mit den Handelsketten verhandelt. Sie stimmen Preiserhöhungen nun zu“, sagte Joachim Reinalter, Obmann der „Bergmilch Südtirol“. <BR /><BR /><b>„Alle Stalltüren müssen offenbleiben“</b><BR /><BR />Die Interessensvertreter der Milchwirtschaft setzen sich seit Wochen mit aller Kraft dafür ein, rasch aus dieser Krise zu kommen. „Wir alle kennen die Herausforderungen bestens, sind aktiv und machen auf allen Seiten Druck. Unser Ziel muss sein, dass alle Stalltüren offen bleiben“, so Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Das sei auch von gesellschaftlicher Bedeutung. <BR /><BR />„Mit der Bewirtschaftung ihrer Höfe pflegen und erhalten die Bergbauern die einzigartige Südtiroler Kulturlandschaft. Wenn Höfe nicht mehr bewirtschaftet werden, hat das unweigerlich Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Und das wollen weder Einheimische noch Gäste“, sagte Tiefenthaler. <BR /><BR />Auf dem Treffen diese Woche wurde aber nicht nur über kurzfristige Maßnahmen gesprochen, sondern auch über Strategien für die Zukunft. Um Preisschwankungen besser ausgleichen zu können, müsse der bestehende Mutualitätsfonds mehr genutzt werden. Dabei zahlen die Bauern Gelder in einen Solidaritätsfonds ein. Im Krisenfall werden die eingezahlten Gelder dann hergenommen, um Betrieben unter die Arme zu greifen. <BR /><BR /><i>Viele Milchbauern in Südtirol schlagen aufgrund der momentanen Situation Alarm:</i><BR /><BR /> <video-jw video-id="cmane2Y6"></video-jw>