Dienstag, 17. September 2019

Berufsbildung: Über 40 Prozent wählen ausbildungsnahen Beruf

Rund 40 Prozent der Berufsschulabsolventen bleiben beruflich „bei ihren Leisten“. Die berufliche Entwicklung der Berufsschüler nimmt die jüngste „Arbeitsmarkt-News“ unter die Lupe.

Knapp 40 Prozent der Absolventen einer Berufsschule üben danach einen Beruf aus, der ihrer Ausbildung entspricht.
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Knapp 40 Prozent der Absolventen einer Berufsschule üben danach einen Beruf aus, der ihrer Ausbildung entspricht. - Foto: © shutterstock

3150 Jugendliche haben im Zeitraum 2005 bis 2009 eine Vollzeitausbildung an einer Berufsschule beendet. 10 Jahre danach üben knapp 40 Prozent einen Beruf aus, der dieser Ausbildung entspricht, weitere 8 Prozent sind in einem Sektor tätig, der ihrer Ausbildung nahe steht. Ein Viertel der Absolventen hingegen ist in einem ausbildungsfremden Bereich tätig. 

Diese Daten sind der jüngsten Ausgabe der Informationsschrift der Landesbeobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt „Arbeitsmarkt-News“ zu entnehmen, das sich mit dem „Berufsleben der Berufsfachschüler“ befasst. Sie sind für die Planung einer zielgerichteten beruflichen Aus- und Weiterbildung von Bedeutung.

Berufliche und räumliche Mobilität

Denn, wenn in einem bestimmten Bereich 100 zusätzliche ausgebildete Fachkräfte benötigt werden, müssten sinnvollerweise rund 2- bis dreimal so viele die entsprechende Ausbildung beginnen, damit etwa 10 Jahre später die gewünschte Zahl an ausgebildeten Fachkräften zur Verfügung steht. Zudem zeigt die Analyse, dass auch in sehr berufs- und arbeitsmarktnahen Ausbildungen berufliche und räumliche Mobilität vorhanden ist.

„Auch wenn der relativ niedrige Anteil von rund 40 Prozent überraschen mag, so bestätigt sich die Tatsache, dass in einer guten Ausbildung erworbene Kompetenzen sich offenbar gut auf andere Berufsfelder übertragen lassen“, kommentiert Arbeits- und Bildungslandesrat Philipp Achammer die Ergebnisse der Erhebung.

Der Anteil der Arbeitslosen und Nicht-Beschäftigten 10 Jahre nach Abschluss sei äußerst gering. „Angesichts des sich abzeichnenden Arbeits- und Fachkräftemangels ist es wichtig, Dequalifizierungsprozesse zu verhindern, in deren Folge trotz Fachausbildung Hilfsarbeitstätigkeiten ausgeübt werden“, betont Landesrat Achammer.

lpa

stol