Dienstag, 04. September 2018

Britischer Notenbankchef bleibt länger im Amt

Mit Blick auf den anstehenden EU-Austritt Großbritanniens hat der britische Notenbank-Chef Mark Carney Bereitschaft signalisiert, länger als geplant im Amt zu bleiben. Vor dem Finanzausschuss des Parlaments bestätigte er am Dienstag Berichte, wonach er mit Finanzminister Philip Hammond über dieses Thema gesprochen hat.

Die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU stockten zuletzt.
Die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU stockten zuletzt. - Foto: © shutterstock

Carney verwies darauf, dass er seine Zeit an der Spitze der Notenbank bereits wegen des Brexit verlängert habe. „Ich bin gewillt, alles Weitere zu tun, was ich kann, um einen reibungslosen Brexit und einen effizienten Übergang bei der Bank of England zu ermöglichen“, fügte er hinzu. Eine entsprechende Erklärung werde voraussichtlich in angemessener Zeit veröffentlicht.

Großbritannien will Ende März 2019 die Europäische Union verlassen. Die Verhandlungen über den Austritt stockten jedoch zuletzt. Der Kanadier Carney steht seit Juli 2013 an der Spitze der Notenbank. Zunächst wollte er nur 5 seiner 8 Amtsjahre absolvieren, entschied sich dann jedoch mit Blick auf den anstehenden Brexit, noch ein Jahr bis Mitte 2019 dranzuhängen.
apa/reuters

stol