Samstag, 29. August 2015

Chinas Handelsministerium verteidigt Yuan-Abwertung

Das chinesische Handelsministerium hat die jüngste Abwertung der Landeswährung Yuan verteidigt. Es handle sich um eine „normale Anpassung“, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag einen Ressortsprecher. Die Abwertung werde „begrenzte Auswirkungen“ auf den Außenhandel der Volksrepublik haben.

Zur Überraschung vieler Finanzexperten hat China am 11. August den Wert des Yuan gesenkt. Nun verteidigt das Handelsministerium diesen Schritt.
Zur Überraschung vieler Finanzexperten hat China am 11. August den Wert des Yuan gesenkt. Nun verteidigt das Handelsministerium diesen Schritt. - Foto: © shutterstock

Am 11. August hatte China den Wert des Yuan überraschend um fast zwei Prozent gesenkt. Dies sei geschehen, um die „relativ große Differenz“ zwischen dem Yuan-Kurs am Markt und dem täglichen von der Notenbank vorgegebenen Mittelwert zu korrigieren, so der Sprecher.

Die Zentralbank bestimmt arbeitstäglich einen Referenzkurs, um den der Yuan um maximal zwei Prozent schwanken darf. Der Ministeriumssprecher betonte, die chinesischen Reformen würden nun sicherstellen, dass der Yuan innerhalb eines ausbalancierten Niveaus grundsätzlich stabil bleibe.

Exporte brechen um 8,3 Prozent ein

Mit der Abschwächung der Währung sollen chinesische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger und die heimische Wirtschaft angekurbelt werden. Die Exporte der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hinter den USA waren im Juli um 8,3 Prozent eingebrochen.

apa/reuters

stol