Dienstag, 16. Februar 2016

Die doppelte Buchhaltung kostet allein zum Auftakt 656.000 Euro

Elf Landesgesellschaften müssen künftig die doppelte Buchführung anwenden. Das verursacht natürlich Kosten. Und weil man beim Land intern die zusätzliche Arbeit nicht stemmen kann, wird auch der betriebliche Dienst kurzerhand ausgelagert.

Die Buchaltung der Landesgesellschaften soll in doppelter Form erfolgen. Dazu braucht es Geld für die Aktivierung und natürlich die betriebliche Umsetzung.
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Die Buchaltung der Landesgesellschaften soll in doppelter Form erfolgen. Dazu braucht es Geld für die Aktivierung und natürlich die betriebliche Umsetzung. - Foto: © shutterstock

Es nennt sich "Harmonisierung der öffentlichen Bilanzen". Es bedeutet: die doppelte Buchführung anzuwenden - sprich die Erfassung der Geschäftsvorfälle mit Konto und Gegenkonto. Und das für 11 Landesgesellschaften - darunter die Landesmobilitätsagentur, die Rundfunkanstalt Südtirol oder die Südtiroler Informatik AG.

Allein die Aktivierungskosten belaufen sich dabei auf 479.000 Euro, wobei 92 Prozent dieser Kosten an eine externe Lieferfirma gehen, welche das Projekt umsetzt. Inklusive prognostizierter Betriebskosten für 2016 (177.000 Euro) belaufen sich die Ausgaben heuer auf 656.000 Euro. 

Intern keine Ressourcen dafür frei: Auslagerung

Die Auslagerung der Arbeiten an eine externe Lieferfirma zur Projektumsetzungen seien, laut Auskunft der zuständigen Landesrätin Waltraud Deeg notwendig geworden, da die internen Ressourcen bereits mit den Arbeiten zur Harmonisierung des Haushaltes der Landesverwaltung ausgelastet seien. 

Aufgeteilt auf Unternehmen kostet die Umstellung je Gesellschaft 43.500 Euro für die Aktivierung und je 16.000 Euro für den Betrieb 2016. Ein Großteil letzterer Kosten entfallen auf die notwendigen Weiterentwicklungen und Anpassungen, "die erfahrungsgemäß entstehen", so die Landesrätin. 

Ziel sollen Kosteneinsparungen sein, keine weiteren Kosten

„Ich warne vor weiteren Kostenzunahmen und technischen Interventionen“, unterstrich Landtagsabgeordneter Walter Blaas in diesem Zusammenhang. „Technische Neuerung und Softwarelösungen sollen Kosteneinsparungen bringen und keine weiteren Kosten erzeugen.“

Zudem bestünde, wenn Arbeiten an Externe weitergegeben werden, oftmals die Möglichkeit, dass Abhängigkeiten entstehen, kritisierte Blaas die Auslagerung des Dienstes. 

stol/lpa/ker

stol