Freitag, 10. Januar 2020

Die genialen Brüder

Dieses Bild hat 2019 in kaum einem Jahresrückblick gefehlt: Die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs, die im April vergangenen Jahres entstanden ist. Das renommierte amerikanische Wissenschaftsmagazin „Science“ bezeichnete das Foto gar als die wichtigste Forschungsarbeit 2019. Möglich wurde es auch dank des Bozner Unternehmens Microgate.

Roberto Biasi (links), Vinicio Biasi (rechts).
Badge Local
Roberto Biasi (links), Vinicio Biasi (rechts).

Die Wirtschaftsredaktion der „Dolomiten“ wählte die Gründer von Microgate, Vinicio und Roberto Biasi, zu den „Dolomiten“-Managern des Jahres 2019.

„Roberto und ich waren immer begeisterte Skifahrer“, betont Vinicio Biasi im Gesprächt mit „Dolomiten“-Redakteurin Sabine Gamper. „Roberto war obendrein auch noch gut und gehörte seinerzeit der Uni-Nationalmannschaft an.“

Doch wenn er bei einem Training seine Zeit messen wollte, sei das immer ein Riesenaufwand gewesen, da es ein Verbindungskabel vom Start zum Ziel brauchte. „Für die offizielle Zeitmessung nimmt man das zwar heute noch, aber zum Trainieren ist es unpraktisch, 4 Kilometer Kabel zu verlegen“, so Biasi. „Und weil mein Bruder immer den Kopf voller Ideen hatte, hat er sich ein Chronometer gekauft, für den er ein System entwickelt hat, um den Startimpuls statt über Kabel via Funk zu übermitteln.“

Das sei viel einfacher gewesen: „Ein Funkgerät am Start, eines am Ziel – und die Zeitmessung hat funktioniert. Roberto hat also das erste Funkchronometer der Welt entwickelt – zuhause in seinem Schlafzimmer.“




d