Montag, 19. Juni 2017

Die meisten Südtiroler haben Bürojobs

Der Großteil der Südtiroler hat einen Job im Büro. Dies und weitere interessante Fakten gehen aus einer Arbeitsmarkt-Studie hervor.

Die Arbeitsmarktstudie wurde am Montag vorgestellt.
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Die Arbeitsmarktstudie wurde am Montag vorgestellt. - Foto: © shutterstock

Welchen Berufen die Südtiroler nach gehen und weitere Infos gibt die neueste Ausgabe der ArbeitsmarktNews, die im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag vorgestellt wurde.

Arztberuf wird zunehmend weiblich

Arbeitslandesrätin Martha Stocker führte ein Beispiel an, um zu erklären, welche Erkenntnisse aus den statistischen Daten zu über 70 Berufen in den ArbeitsmarktNews gewonnen werden konnten. "Eine interessante Altersstruktur zeigt sich bei Ärzten: Hier stellen Männer derzeit mit rund 53 Prozent noch knapp die Mehrheit. Sie sind jedoch durchschnittlich 50, die Frauen hingegen nur 43 Jahre alt. In Zukunft wird sich bei diesem Beruf das Geschlechterverhältnis also wohl umkehren, der Arztberuf wird zunehmend weiblich.

Es ist wichtig, dass wir uns frühzeitig mit den Konsequenzen dieses Wandels befassen und Faktoren wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf berücksichtigen", so Stocker.

Wenige Berufe mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis

In Bezug auf das Geschlechtsverhältnis in den unterschiedlichen Berufen lässt sich feststellen, dass es nur in sehr wenigen Berufen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen gibt. Ein Drittel der männlichen Arbeitnehmer arbeitet in männerdominierten Berufen mit einem Frauenanteil von weniger als 10 Prozent. Es handelt sich dabei um den Produktionsbereich, technische oder handwerkliche Tätigkeitsfelder.

Frauen hingegen sind nur zu 14 Prozent in frauendominierten Bereichen wie Pflege-, Sozial- und Erziehungsberufen tätig. Arbeit am Schreibtisch überwiegt.

Die meisten arbeiten im Büro

Die Daten der Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt belegen für das Jahr 2016: die meisten Arbeitnehmenden sind in Verwaltungs- und Büroberufen beschäftigt (fast 150 Personen auf 1000), zweite im Ranking sind Verkäufer (fast 67 Personen auf 1000) und Berufe im Baugewerbe.

In all diesen Berufen liegt die Anzahl an unbefristet Beschäftigten bei über 75 Prozent. Die Berufe mit der höchsten Anzahl an unbefristet Angestellten waren 2016 Förster und Forstwachen (100 Prozent), Straßenwarte (98,2 Prozent) und Schalterbeamte in Banken (97 Prozent). Am wenigsten unbefristete Verträge haben Obstsortierer (5,3 Prozent), Tagelöhner und Erntehelfer (7,6 Prozent), Masseure und Kindermädchen.

stol/lpa

stol