Montag, 18. April 2016

„Die Wirtschaft und das Miteinander würden leiden“

Hohe Vertreter der niederösterreichischen Wirtschaft haben sich am Montag unter anderem mit der Führungsspitze der Handelskammer Bozen getroffen.

Die Delegation, bestehend aus Mitgliedern des niederösterreichischen Wirtschaftsbundes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich, wurde im Merkantilgebäude der Handelskammer Bozen empfangen.
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Die Delegation, bestehend aus Mitgliedern des niederösterreichischen Wirtschaftsbundes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich, wurde im Merkantilgebäude der Handelskammer Bozen empfangen.

Die 34-köpfige Delegation aus Niederösterreich, unter der Führung der Präsidentin der Wirtschaftskammer Sonja Zwazl, stattete im Rahmen ihrer dreitägigen Südtirol-Reise, vom 17. bis zum 19. April, auch der Handelskammer Bozen einen Besuch ab und nahm an einem Treffen mit Handelskammerpräsident Michl Ebner und Generalsekretär Alfred Aberer im Merkantilgebäude teil. 

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die hoheitlichen Aufgaben der Handelskammer Bozen und die Dienstleistungen für die Unternehmen präsentiert. Zusätzlich wurde die IDM, der Wirtschaftsdienstleister des Landes und der Handelskammer vorgestellt. Anschließend hielt der österreichische Wirtschaftsdelegierte Michael Berger von der Außenstelle der Wirtschaftskammer Österreich in Mailand einen Vortrag über die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Italien.

Ebner: "Für die Südtiroler ein wichtiger Handelspartner"

Handelskammerpräsident Michl Ebner unterstreicht: „Österreich ist für die Südtiroler Unternehmen ein wichtiger Handelspartner. Über zehn Prozent der Südtiroler Exporte gehen nach Österreich und von dort werden 24 Prozent der Waren importiert. Die aktuelle Diskussion rund um das geplante Grenzmanagement am Brenner darf die guten Beziehungen zwischen Österreich und Südtirol nicht belasten. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit muss weiter ausgebaut werden.“

Zwazl: „Die Wirtschaft und das Miteinander würden leiden“

Aktive und innovative Regionen fördern den sozialen Frieden in der EU: Das betonte Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, anlässlich ihres Südtirol-Besuches. Daher sei es wichtig, „das Können der eigenen Region“ hervorzuheben, so wie dies Südtirol und Niederösterreich bereits tun würden. Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Ländern sieht sie auch bei der Lehrlingsausbildung. 

Zur aktuellen Brenner-Debatte sagte Zwazl: „Ich hoffe, dass es nicht zu einer Grenzschließung kommt, weil die Wirtschaft stark leiden würde – aber auch das Miteinander.“

Der Österreichische Wirtschaftsbund ist die Vereinigung der selbstständigen Erwerbstätigen im Rahmen der ÖVP und hat in jedem Bundesland eine Vertretung. Er vertritt die Interessen der Mitglieder und der Wirtschaft auf verschiedenen politischen Ebenen und setzt sich für die Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich und für unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen ein. 

Die Delegation stattete im Rahmen der Südtirol-Reise unter anderem der Tageszeitung „Dolomiten“ einen Besuch ab.

stol

stol