Mittwoch, 10. April 2019

Digitalisierung: Jobvernichter oder Jobgarant?

Ist die Digitalisierung wirklich ein Jobkiller? Das hat der „WIKU“ Anna Schneider, Professorin für Personalmanagement an der Universität Innsbruck, gefragt. Sie sagt: „Der technische Fortschritt hat uns die letzten 40 Jahren keine Jobs gekostet, wieso sollte das in Zukunft so sein?“

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Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Digitalisierung, Industrie 4.0, digitale Revolution:  Egal wie man  sie nennt,   sie  zählt zu den größten technischen Fortschritten in der Menschheitsgeschichte. Heute  rechnet  laut einer aktuellen Studie jedes zweite Unternehmen in Deutschland damit, dass sich die Welt dadurch rasant verändern wird. Auch die Arbeit.  Pessimisten nennen es auch Jobvernichtung 4.0. Grund zur Sorge?

Experten wie Uni-Professorin Anna Schneider beruhigen: „Wir haben mehr in der Hand, als wir meinen“, betont sie im aktuellen „WIKU“.

Denn das Hauptproblem ist aus ihrer Sicht, dass in der öffentlichen Debatte sowohl diejenigen, die der Digitalisierung positiv gegenüberstehen als auch jene, die sie pessimistisch sehen, einem Trugschluss aufsitzen. „Wenn wir über Digitalisierung sprechen, gehen wir immer gleich davon aus, dass alle Möglichkeiten auch tatsächlich umgesetzt werden.“ Doch dem sei nicht so. „Der Grad, zu dem Jobs digitalisiert oder sogar ersetzt werden, hängt nicht unmittelbar von der Technologie ab, sondern vielmehr vom Unternehmen, in dem sie umgesetzt werden muss, und auch vom gesellschaftlichen Verständnis und der Frage, was wir als Gesellschaft digitalisieren wollen.“

Wie viel die Gesellschaft in der Hand hat, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter auf dem Digitalisierungsweg mitnehmen können und wie Südtiroler Experten das Phänomen einschätzen lesen Sie im aktuellen WIKU“, Beilage des Tagblatts „Dolomiten“ am Mittwoch.

stol