Dienstag, 27. März 2018

EasyJet will Zahl der Fluggäste um 60 Prozent steigern

Der britische Billigflieger EasyJet will nach der Air-Berlin-Pleite sein Engagement in der deutschen Hauptstadt deutlich ausweiten. Die Zahl der Passagiere soll 2018 um 60 Prozent auf 5,6 Millionen steigen, sagte der neue Konzernchef Johan Lundgren heute, Dienstag, vor Journalisten in Berlin. „Heute ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Firma.“

Der britische Billigflieger EasyJet will nach der Air-Berlin-Pleite sein Engagement in der deutschen Hauptstadt deutlich ausweiten.
Der britische Billigflieger EasyJet will nach der Air-Berlin-Pleite sein Engagement in der deutschen Hauptstadt deutlich ausweiten. - Foto: © LaPresse

Zum Start der Sommersaison seien die Briten die Nummer eins in der Hauptstadtregion – die Airline fliege mehr als 100 Strecken von Berlin-Tegel und Schönefeld. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sprach von einem wichtigen Schub für Berlin als Wirtschaftsstandort.

EasyJet hat Unternehmensteile der insolventen Air Berlin für 40 Millionen Euro übernommen und will langfristig bis zu 25 Maschinen in Tegel betreiben. Anfang Jänner flog EasyJet erstmals von innenstadtnahen Airport aus und macht seitdem vor allem Platzhirsch Lufthansa Konkurrenz mit innerdeutschen Strecken.

Lundgren sagte, dass EasyJet bereits 140 ehemalige Air-Berlin-Mitarbeiter übernommen habe und viele weitere im Aufnahmeverfahren seien. Geplant sei die Übernahme von insgesamt rund 700 Crew-Mitgliedern. EasyJet kündigte ferner an, sein Worldwide-Programm um Tegel und weitere Flughäfen auszubauen. Damit können Passagiere künftig Anschlussflüge auch mit Partnerairlines buchen, die vor allem Langstreckenverbindungen anbieten. Hier sei man auch in Gesprächen mit Fluggesellschaften im Mittleren und Nahen Osten.

apa/reuters

stol