Mittwoch, 13. September 2017

Eine Einführung des Euro überall in der EU?

In 19 der 28 Staaten der Europäischen Union wird derzeit mit dem Euro bezahlt. Geht es nach Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker so sollen alle EU-Länder den Euro übernehmen.

Der Euro soll in allen EU-Ländern eingeführt werden.
Der Euro soll in allen EU-Ländern eingeführt werden. - Foto: © shutterstock

Seit 1999 haben Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien die Gemeinschaftswährung. Später kamen nach und nach Griechenland, Slowenien, Malta und Zypern, Slowakei, Estland, Lettland und Litauen dazu.

Als offizielles Zahlungsmittel ist der Euro nicht eingeführt in den EU-Staaten Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn. Großbritannien, das derzeit seinen Austritt aus der EU verhandelt, war nie Teil des Euroraums.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist für die Einführung des Euro überall in der Europäischen Union, also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern. Einige schafften bislang die wirtschaftlichen Hürden nicht oder wolletn den Euro nicht übernehmen.

Zudem soll die EU weiter wachsen: Bis 2025 könnte sie um die 30 Mitglieder haben. Damit macht Juncker Vorschläge, die erheblichen Streit auslösen könnten. So bedeutet die gewünschte Ausweitung der Eurozone, dass auch EU-kritische Länder wie Ungarn oder Polen die Einheitswährung einführen sollen. Auch soll sie in armen EU-Ländern wie Rumänien oder Bulgarien gelten.

Euro steigt in Richtung 1,20 Dollar

Der Euro hat am Mittwochmorgen leicht zugelegt und ist in Richtung 1,20 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,1980 Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.

dpa

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stol