Freitag, 20. April 2018

EU: Dorfmann kritisiert Verordnung über Bio-Produkte

Das Europäische Parlament in Straßburg hat eine Verordnung über die biologische Produktion und die Kennzeichnung von biologischen Erzeugnissen mehrheitlich angenommen. „Leider hat die neue Regelung in Bezug auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln Defizite“, bedauert der Südtiroler Europaabgeordnete Herber Dorfmann.

„Leider hat die neue Regelung in Bezug auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln Defizite“, bedauert der Südtiroler Europaabgeordnete Herber Dorfmann.
Badge Local
„Leider hat die neue Regelung in Bezug auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln Defizite“, bedauert der Südtiroler Europaabgeordnete Herber Dorfmann.

„Der Biomarkt ist in der EU in den letzten 10 Jahren kontinuierlich gewachsen, die Bio-Umsätze überschreiten die 30 Milliarden Euro Marke“, schickt Dorfmann voraus.

„Während in Italien wie in wenigen anderen EU Staaten sehr strikte Regeln gelten und die Rückstände unter der Nachweisgrenze bleiben müssen, gibt es in vielen Staaten keinen spezifischen Regeln. Bioprodukte können dort gleich viele Rückstände enthalten wie konventionelle Lebensmittel. Diese verschiedenen Standards sind in Europa eigentlich nicht akzeptabel. Es kann nicht sein, dass beispielsweise ein Südtiroler Bioapfel mit einer minimalen Verunreinigung vom Markt genommen werden muss, während ein deutscher oder französischer Bioapfel mit deutlich höheren Rückständen bei uns als Bioapfel verkauft werden darf“ sagt dazu Herbert Dorfmann.

Leider haben vor allem die Bioverbände aus dem Norden Europas jahrelang dafür gekämpft, bei den Rückständen keine strikteren Auflagen zu bekommen und haben sich letztlich durchgesetzt. „Dies ist aber ein kurzsichtiger und hoffentlich auch kurzfristiger Erfolg. Ein Konsument, der ein Bioprodukt kauft, wünscht sich ein Lebensmittel, das möglichst frei ist von Pflanzenschutzmitteln und er soll ein solches bekommen. Mit ein bisschen mehr Weitsicht und Kompromissbereitschaft wäre es möglich gewesen, eine ambitionierte und praxistaugliche Regelung auf den Weg zu bringen“, sagt Herbert Dorfmann abschließend. 

Ansa

stol