Donnerstag, 06. Juni 2019

EU entgehen durch Fälschungen 60 Milliarden Euro

Fälschungen verursachen in Europas Wirtschaft Milliardenschäden. EU-weit liege der Schaden bei 60 Milliarden Euro, hat das EU-Amt für geistiges Eigentum (EUIPO) errechnet, fast 470.000 Jobs gehen verloren.

Unter anderem werden gern Kosmetika gefälscht. - Foto: APA (dpa)
Unter anderem werden gern Kosmetika gefälscht. - Foto: APA (dpa)

Auch wenn die Zahlen beeindruckend hoch sind, geht die EUIPO-Studie davon aus, dass seit der ersten Analyse im Jahr 2018 die Umsatzeinbußen auf EU-Ebene in allen untersuchten Branchen außer bei Bekleidung, Schuhen und Accessoires sowie Kosmetika und Körperpflegeprodukten zurückgegangen sind.

Fast die Hälfte der Verluste (28,4 Mrd. Euro) entstand EU-weit im Sektor Bekleidung, Schuhe und Accessoires, wo durch Fälschungen fast 10 Prozent des Umsatzes verloren gingen. Dahinter folgen mit großem Abstand Kosmetika und Körperpflegeprodukte.

Die Verluste durch Marken- und Produktpiraterie entsprechen 7,4 Prozent aller Verkäufe in den elf untersuchten Branchen in Europa. Denn die rechtmäßigen Hersteller können dadurch weniger produzieren.

„SchauTV“ hat ebenfalls davon berichtet.

Allerdings hat die EUIPO nicht einfach angenommen, es könnten gleich viele Originale wie Fälschungen verkauft werden, sondern beruft sich auf komplexe Modellrechnungen. Untersucht wurden die Branchen Kosmetika und Körperpflegeprodukte, Bekleidung, Schuhe und Accessoires, Sportgeräte, Spielzeug und Spiele, Schmuck und Uhren, Taschen und Koffer, bespielte Tonträger, Spirituosen und Wein, Arzneimittel, Pestizide und Smartphones.

Die EU-Agentur EUIPO hat ihren Sitz im spanischen Alicante. Sie ist für die Eintragung von Marken und Geschmacksmustern verantwortlich.

apa

stol