Donnerstag, 06. Juni 2019

EU-weit: Südtiroler sind die größten Arbeitstiere

Die Daten der Arbeitskräfteerhebungen sämtlicher EU-Mitgliedsstaaten werden vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) gesammelt. Daraus geht hervor, dass die Erwerbstätigenquote Südtirols im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert der EU (73,1 Prozent) liegt und zwar sowohl bei den 15- bis 64-Jährigen (73,5 Prozent) als auch bei den 20- bis 64-Jährigen (79 Prozent). Von den untersuchten Gebieten zeichnet sich Südtirol als das Land aus, in dem die meisten Stunden gearbeitet wird: 37,7 Stunden pro Woche.

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Foto: © shutterstock

Von den untersuchten Gebieten zeichnet sich Südtirol als das Land aus, in dem die Menschen am meisten arbeiten: 37,7 Stunden pro Woche gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 37,3. Deutschland hat einen deutlich niedrigeren Wert: 35,4 Stunden pro Woche werden dort gearbeitet. 

Südtiroler Männer arbeiten fast 42 Stunden in der Woche

Während sich die Situation bei den geleisteten Arbeitsstunden für Frauen in Südtirol (32,8) nicht sehr von jener der anderen untersuchten Gebiete unterscheidet, fällt bei den Männern die höchste Zahl der geleisteten Arbeitsstunden auf: 41,9 gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 40,1.

Die Erwerbstätigenquote im Trentino ist für beide Altersgruppen niedriger als in Südtirol. In Tirol ist die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen höher als die Südtiroler Quote, während sie für die 20- bis 64-Jährigen ähnlich ist.

Teilzeitarbeit steigt an

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten stieg in Südtirol in den letzten Jahren an und erreicht 2018 den Wert von 24,3 Prozent. Er reicht aber weder bei den Männern noch bei den Frauen an die weiterhin höheren Werte im Bundesland Tirol, in Österreich und Deutschland heran. Das Trentino verzeichnet 2018 einen im Vergleich zu Südtirol leicht niedrigeren Wert.

Arbeitslosenquote bei Jugendlichen sehr gering

Die Arbeitslosenquote Südtirols liegt im Jahr 2018 (2,9 Prozent) sowohl unter dem EU-Durchschnitt (6,9 Prozent) als auch unter den anderen verglichenen Gebieten mit Ausnahme von Tirol, wo die Arbeitslosigkeit 2,4 Prozent beträgt. Auch die für 2018 errechnete Jugendarbeitslosenquote Südtirols (9,2 Prozent) liegt weiterhin klar unter dem EU-Durchschnitt von 15,2 Prozent.

Die Arbeitslosenquote für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren ist in Südtirol die niedrigste unter den betrachteten Gebieten, mit Ausnahme von Deutschland, das eine Quote von 6,2% aufweist. Von Tirol werden die Daten aufgrund der geringen statistischen Zuverlässigkeit nicht veröffentlicht.

stol

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