Dienstag, 22. November 2016

EU will von Großbanken aus Übersee größere Kapitalpuffer

Die EU-Kommission will Insidern zufolge die Kapitalanforderungen für die größten Banken aus den USA und Fernost bei Geschäften in Europa erhöhen. Institute, die mindestens 30 Mrd. Euro in der EU verwalten, sollten ihre Ableger so ausstatten, dass sie im Krisenfall weder auf Hilfe aus der Zentrale in Übersee noch vom Staat angewiesen seien, haben mit den Plänen Vertraute Reuters gesagt.

Die Vorschläge der EU-Kommission sollen am Mittwoch vorgelegt werden.
Die Vorschläge der EU-Kommission sollen am Mittwoch vorgelegt werden. - Foto: © shutterstock

Die Vorschläge der EU-Kommission sollen am Mittwoch vorgelegt werden und sind Teil der Vorhaben, die Eigenkapitalregeln für Banken anzupassen. Die ausländischen Geldhäuser müssen den Informationen zufolge eine neue Einrichtung zwischen dem Mutterkonzern und den Ablegern in der EU schalten. Sie solle mit soviel Kapital ausgestattet sein, dass sie wie eine eigenständige Firma aufgestellt sei - unabhängig davon, wie solide das Mutterhaus im Ausland dastehe.

Kosten für US-Großbanken könnten steigen

Sollten sich die Vorschläge durchsetzen, die noch die Zustimmung von EU-Parlament und Mitgliedsländern finden müssen, dürften die Kosten für US-Großbanken wie JPMorgan Chase oder Citigroup bei Geschäften in der EU steigen. Die USA haben bereits ähnliche Regeln für ausländische Banken eingeführt. Aber auch führende britische Institute wie HSBC oder Barclays könnten von Mehrkosten betroffen sein, sobald das Vereinigte Königreich die EU verlassen hat.

apa/reuters

stol