Montag, 12. Dezember 2016

Export: Vor Großbritannien steht ein dickes Minus

Das dritte Quartal dieses Jahres bot keine Trendumkehr: Die Zahl der Südtiroler Exporte steigt weiter, wenn auch nur in geringem Ausmaß. Allerdings: Vor Großbritannien steht ein dickes Minus.

Minuszahlen in London: Südtirols Exporte ins Vereinigte Königreich haben deutlich abgenommen.
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Minuszahlen in London: Südtirols Exporte ins Vereinigte Königreich haben deutlich abgenommen. - Foto: © shutterstock

Verglichen mit dem dritten Quartal des vergangenen Jahres beträgt das Ausfuhrplus 0,4 Prozent. Nach wie vor sind Deutschland, Österreich und die Schweiz die wichtigsten Zielländer für Südtiroler Produkte. In diese drei Länder flossen auch im dritten Quartal 2016 mehr als die Hälfte aller Ausfuhren. Außerhalb Europas entfällt der größte Teil der Exporte auf Asien und Amerika – mit 9,9 beziehungsweise 6,7 Prozent aller Ausfuhren. Dies zeigen die neuesten Daten, die das Landesinstitut für Statistik Astat am Montag veröffentlichte.

Im Vergleich mit demselben Zeitraum des vergangenen Jahres stiegen die Ausfuhren in die EU-Staaten zwischen Juli und September um 3,6 Prozent. Am stärksten zogen die Exporte nach Belgien an – hier wurde ein Plus von über 50 Prozent verzeichnet.

Den größten Rückgang auf EU-Ebene wird im Handel mit dem Vereinigten Königreich registriert: - 31,6 Prozent – das sind Exporte im Wert von 12,9 Millionen Euro. Wie bekannt, stimmten am 23. Juni rund 52 Prozent der Wähler für den Austritt des Königreichs aus der EU.

Auch die Ausfuhren in Nicht-EU-Staaten sind rückläufig (-6,6 Prozent). Laut Astat brechen die Exporte nach Russland regelrecht ein: - 87,1 Prozent.

Nach wie vor sind Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren Südtirols wichtigste Exportgüter. Sie halten knapp 20 Prozent des Exportvolumens. Ebenso stark nachgefragt sind Maschinen und Apparate (rund 18 Prozent) und Metalle und Metallerzeugnisse (14 Prozent).

stol

stol