Montag, 05. Dezember 2016

EZB erhöht in Vorweihnachtszeit ihre Anleihenkäufe leicht

Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht bei ihren umstrittenen Staatsanleihenkäufen in der Weihnachtszeit leicht das Tempo. Zusammen mit den nationalen Notenbanken der Euro-Länder nahm sie vorige Woche öffentliche Schuldtitel im Umfang von 14,52 Mrd. Euro in ihre Bücher, wie die Notenbank am Montag mitteilte.

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In der Woche davor waren es 14,30 Mrd. Euro gewesen. Damit erwarben die Währungshüter seit dem Beginn der Käufe im März 2015 Staatspapiere der Euro-Länder im Volumen von 1,21 Bill. Euro.

EZB-Präsident Mario Draghi will mit den Käufen die Kreditvergabe im Währungsraum ankurbeln und auf diesem Weg der lahmenden Wirtschaft unter die Arme greifen. Das inzwischen auf 1,74 Bill. Euro angelegte Gesamtprogramm – andere Wertpapiere wie Pfandbriefe und Hypothekenpapiere eingeschlossen – soll noch bis mindestens Ende März 2017 laufen.

Experten erwarten, dass die EZB auf ihrer Zinssitzung am Donnerstag dieser Woche in Frankfurt beschließen wird, die Käufe auch danach noch fortzusetzen.

Die Euro-Wächter erwerben seit Juni auch Firmenanleihen. In der Woche bis zum 2. Dezember kauften sie Unternehmensbonds im Umfang von 2,01 Mrd. Euro nach 1,91 Mrd. in der Vorwoche.

apa/dpa

stol