Donnerstag, 14. Dezember 2017

Fischereiverband vergibt Forschungsstipendium

Seit dem Jahr 2014 schreibt der Landesfischereiverband Südtirol (LFVS) Stipendien für Bakkalaureats- und Masterarbeiten aus. Die Ausschreibung richtet sich an Südtiroler Studierende, die sich im Rahmen Ihrer Abschlussarbeiten Themen mit Bezug zur Fischerei in Südtirol widmen

Der Präsident des Landesfischereiverbandes Meinhard Mayr bei der Überreichung des Schecks an Gabriela Testor. - Foto: LFVS
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Der Präsident des Landesfischereiverbandes Meinhard Mayr bei der Überreichung des Schecks an Gabriela Testor. - Foto: LFVS

Durch Vergabe des LFVS Stipendiums soll hierzulande die Forschung zum Leben in den Gewässern des Landes aktiv gefördert werden. Als Preisträgerin des „Südtiroler Fischereistipendiums 2017“ steht nun  Gabriela Testor nach Daniel Eisendle und Josef Wieser als dritte fest.

Die Biologin hat an der Universität Innsbruck studiert und eine Diplomarbeit über das „Artenschutzprojekt Südtiroler Bachkrebse“ geschrieben. Gabriela Testor hat in ihrer Diplomarbeit die Effizienz der vorgeschlagenen Maßnahmen und der aktuelle Erfolgsstatus der Dohlenkrebsverbreitung untersucht und die Aspekte aufgezeigt, die sich positiv beziehungsweise negativ auf die Krebsbestände in Südtirol auswirken. Das Untersuchungsgebiet umfasste 23 Fließ- und Stillgewässer im Land.

Forschung und Fischerei

Man möchte meinen, der Krebs hätte nichts mit der Fischerei zu tun. Doch es geht den Anglern ja nicht nur um den Fisch, sondern um das Gewässer in seiner Gesamtheit und um die Zusammensetzung des Lebens im Wasser.

Weltweit gehören Flusskrebse zu den am meisten gefährdeten Süßwassertieren, so wurde auch der Dohlenkrebs, Austropotamobius pallipes, der einst weit verbreitet in Südtirols Gewässern vorkam, an den Rand seiner Existenz gedrängt. In Zusammenarbeit mit Vertretern der Autonomen Provinz Bozen vom Amt für Jagd und Fischerei, vom Biologischen Labor Leifers, vom Amt für Landschaftsökologie, vom Amt für Wildbachverbauung und vom der Landesfischzucht Meran, wurde bereits 2002 der Arbeitskreis Flusskrebs gegründet.

stol

                                                                                                            

stol