Montag, 18. Juni 2018

Frächter enttäuscht vom Brenner-Gipfel

Die Frächter im lvh hatten sich viel erhofft vom Brenner-Gipfel in Bozen. Nachdem der Nordtiroler Landeshauptmann Günther Platter nun aber weitere Blockabfertigungen angekündigt hat, ist die Berufsgemeinschaft enttäuscht – und warnt erneut vor den wirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahme.

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Zum Brenner-Gipfel im Bozen NOI Techpark waren am 12. Juni zahlreiche Politiker aus Italien, Österreich und Deutschland angereist, auch wenn zwei - der deutsche und der italienische Verkehrsminister - durch Abwesenheit glänzten.

Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter reiste an, weigerte sich aber am Ende als einziger, das Memorandum zu unterzeichnen. Er kündigte weitere Blockabfertigungen an.

Die Frächter im lvh Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister zeigten sich ob dieser Entwicklungen enttäuscht. Obmann Elmar Morandell betonte: „Wir bedauern, dass Platter nicht kompromissbereiter ist, wenn es darum geht, kurzfristige Lösungen zu finden.“ 

Blockabfertigungen würden nicht zu weniger Verkehr führen, sondern zu Staus in den österreichischen Nachbarländern: „Diese einseitige Maßnahme belastet nicht nur die Umwelt dieser Regionen, sondern schädigt auch die italienische und die deutsche Wirtschaft“, sagt Morandell. 

Die Frächter fordern indes, dass das Nachtfahrverbot in Tirol aufgehoben wird, damit der Schwerverkehr nicht tagsüber den Individualverkehr behindert und eine höhere Frequenz der RoLa-Züge in der Nacht und an den Wochenenden. Diese Züge müssten als Alternative zur Autobahn günstiger werden und besser ausgeschildert und kommuniziert werden.

stol

stol