Dienstag, 12. Januar 2016

"Gepflanzte" Weinbauern: Wer nicht aufpasst, muss roden

Nichts ist mehr wie es war im Weinbau, was das Pflanzen von Rebflächen betrifft. Seit Neujahr ist nämlich der Kauf und Verkauf bzw. der Handel von Pflanzrechten definitiv Geschichte. Und noch etwas gilt es unbedingt zu beachten: nämlich die Verträge über die Pflanzrechte zeitig zu melden, sonst muss gerodet werden.

Vorsicht: Für die Pflanzung von Rebflächen gibt es Neueregelungen und einzuhaltende Termine.
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Vorsicht: Für die Pflanzung von Rebflächen gibt es Neueregelungen und einzuhaltende Termine. - Foto: © APA/EPA

Anfang dieses Jahres ist die Pflanzregelung der neuen Weinmarktordnung in Kraft getreten. Auf staatlicher Ebene sind die entsprechenden Bestimmungen bereits mit dem Ministerialdekret vom 15. Dezember 2015 genehmigt worden.

Daraus ergeben sich laut Landesamt für Obst- und Weinbau neue Regelungen und Fristen, die es einzuhalten gilt. 

Melden oder roden: Termine beachten

So etwa für Neupflanzungen, die im Frühjahr 2016 angegangen werden. Die Verträge für die entsprechenden Pflanzrechte, die noch vor dem 1. Jänner 2016 erworbenen und registrierten wurden, sind innerhalb 31. Jänner 2016 dem Amt für Obst- und Weinbau vorzulegen.

"Widerrechtliche Pflanzungen unterliegen der Rodungspflicht", warnt das Amt.

Ansuchen um unentgeltliche Zuweisung

Für Neupflanzungen im Frühjahr 2017 können innerhalb 15. März 2016 Anträge um eine unentgeltliche Zuweisung aus dem nationalen Topf beim Amt für Obst- und Weinbau gestellt werden.

Alte Rechte zeitig eintragen und sichern

Werden vor dem 1. Jänner 2016 erworbene und registrierte Pflanzrechte heuer nicht für die Neupflanzungen verwendet, müssen sie - um nicht ihre Gültigkeit zu verlieren - innerhalb 1. März 2016 in das nationale Informatiksystem (sistema informativo agricolo nazionale SIAN) eingetragen sein.
Dafür müssen die Landwirte eine Kopie aller erworbenen Pflanzrechte oder des registrierten Vertrages zur Übertragung des Pflanzrechtes beim Amt für Obst- und Weinbau ebenfalls innerhalb 15. Februar 2016 abgeben.

Neupflanzung nur innerhalb von drei Jahren gestattet

Der Weingarten selbst darf erst nach Erteilung der Genehmigung ausgepflanzt werden. Die Anpflanzung muss dann innerhalb dreier Kalenderjahre ab Erteilung abgeschlossen sein. Wird der Weingarten nicht innerhalb der mitgeteilten Frist vollständig ausgepflanzt, setzt es Verwaltungssanktionen.

stol/ker

stol