Mittwoch, 01. Mai 2019

Gewerkschaften fordern höhere Gehälter

Steuern, Lebenserhaltungskosten, Preise für Mieten und Eigenheim: Das alles wird laufend höher - nur die Gehälter nicht. In der Sonderausgabe der Sonntagszeitung "Zett" erklärt Gewerkschaftschef Tony Tschenett (ASGB), was er zum Tag der Arbeit fordert.

Der ASGB-Vorsitzende Tony Tschenett fordert mehr Geld für Arbeitnehmer. - Foto: DLife/DF
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Der ASGB-Vorsitzende Tony Tschenett fordert mehr Geld für Arbeitnehmer. - Foto: DLife/DF

Bezogen auf die Lage der Arbeitnehmer in Südtirol: An welchen Stellschrauben muss konkret gedreht werden, damit mehr Netto vom Brutto übrig bleibt?

Das größte Problem ist: Die Steuer auf Arbeit ist zu hoch. Das ist aber ein Thema auf italienischer Ebene. Wir in Südtirol können bei den regionalen Steuern etwas machen – also der IRAP und der regionalen IRPEF. Die IRAP für die Betriebe wurde in den vergangenen Jahren stark reduziert – da reden wir von über 100 Millionen Euro Steuererleichterung für die Wirtschaft. Wir haben immer wieder gefordert, dass man einen Teil davon den Arbeitnehmern weitergeben müsste. Das ist zum Teil passiert. In größeren Betrieben ist es gelungen, entsprechende Betriebsabkommen abzuschließen. In kleineren Betrieben – etwa im Handelssektor oder im Handwerk – gelingt es aber einfach nicht, territoriale Verträge abzuschließen. Und was den öffentlichen Dienst betrifft – also den Arbeitgeber Land – hatte man ursprünglich sogar nur zwei Millionen Euro im Haushalt vorgesehen, was völlig inakzeptabel ist.

Z/ch

Das gesamte Interview lesen Sie in der Sonderausgabe zum 1. Mai der Sonntagszeitung "Zett".

stol