<BR />Demnach wurden im vergangenen Jahr in Südtirol über 34,4 Millionen Nächtigungen gezählt - 2,1 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Vor allem Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Unterkünfte, Camping und Privatzimmer waren gefragt, wo die Zahl der Übernachtungen laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen (Wifo) erheblich zulegte, während die Nächtigungen in den Hotels noch leicht unter dem Vorkrisenniveau blieben. Auch die Beschäftigung hat im Tourismus wieder deutlich zugelegt und liegt über dem Niveau von 2019, wie das Wifo berichtet. <BR /><BR />Die Bilanz der Unternehmer im Tourismussektor fällt daher gut aus. 92 Prozent der vom Wifo befragten Unternehmer bewerten die im vergangenen Jahr erzielte Rentabilität positiv: Für 52 Prozent fiel sie befriedigend aus, für weitere 40 Prozent sogar gut. <BR />Die Umsätze sind der Umfrage zufolge im Vergleich zu 2021 – auch aufgrund der Preiserhöhungen – um mehr als 20 Prozent gestiegen.<BR /><BR />Auch für 2023 sind die Unternehmen zuversichtlich: 91 Prozent erwarten ein zumindest zufriedenstellendes Betriebsergebnis, wie aus dem Wifo-Barometer hervorgeht. Mehr als ein Drittel davon rechnet sogar mit guten Resultaten. <BR />Das Wifo geht davon aus, dass die Umsätze in der Branche heuer weiter „von neuen Preiserhöhungen und der weiteren Erholung der internationalen Touristenströme profitieren“ werden. <h3> Ebner: „Weiter investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben“</h3>Eine gewisse Besorgnis gibt es jedoch in der Branche im Hinblick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Unternehmer - vor allem die Betreiber von Bars und Cafés – fürchteten einen neuen Kostenanstieg. Darüber hinaus könnten die steigenden Zinssätze den Zugang zu Krediten verschlechtern und zu stagnierenden Investitionen führen, so das Wifo.<BR /><BR />Gerade Investitionen seien aber wichtig, um am Markt mithalten zu können, unterstreicht Handelskammerpräsident Michl Ebner: „Nach schwierigen Jahren blickt dieser Sektor wieder optimistisch in die Zukunft. Jetzt gilt es, weiter zu investieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und die immer komplexeren Bedürfnisse der Gäste zu erfüllen, auch im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung.“<BR />