Dienstag, 23. Juni 2015

Hat die SEL 233 Millionen Euro an Steuerschulden?

So zumindest sieht es die Agentur der Einnahmen, die der Energiegesellschaft SEL einen Steuerfeststellungsbescheid über 233 Millionen Euro zugestellt hat. Dies berichtet das Tagblatt "Dolomiten" in seiner Dienstagsausgabe.

Es könnte nochmal teuer werden für die SEL.
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Es könnte nochmal teuer werden für die SEL. - Foto: © D

Schon seit langem versucht die SEL, die Steuernachzahlungen in Verhandlungen mit der Agentur für Einnahmen abzubiegen. Wie der Steuerbescheid von Montag zeigt, bislang offensichtlich ohne Erfolg.

Der Vorwurf: Nicht Steuerhinterziehung, sondern Steuerumgehung

Der Grund für die immense Steuerschuld: Beim Einstieg in die Enel-Werke 2010 sollen intern Konzessionen verschoben worden sein, um Steuern zu umgehen. 

Heikle Komponente: Muss die SEL zahlen, so muss auch der Fusionsvertrag mit den Etschwerken erneut aufs Tapet, da dies laut Fusionsvertrag vorgesehen ist.

SEL hat keine Rücklagen

Fällige Zahlungen gingen in jedem Fall zu Lasten der SEL, wird Landesrat Richard Theiner in den "Dolomiten" zitiert. Entsprechende Rücklagen hat der Energiekonzern allerdings nicht.

stol/bv/ker

stol