Freitag, 09. August 2019

„Hat keine Auswirkungen auf die Bank“

Die Südtiroler Volksbank hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 101,5 Millionen Euro zu verbuche. Dies sei aber eine rein buchhalterische Anpassung und betreffe die technische Korrektur des Firmenwertes, heißt es von der Volksbank-Spitze.

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„Die Halbjahresbilanz ist von einer außerordentlichen bilanztechnischen Maßnahme geprägt“, heißt es in einer Aussendung der Volksbank vom Freitagnachmittag. „Der Abwertung des Firmenwertes in Höhe von 99,6 Millionen Euro.“ Zudem seien durch eine rigidere Anwendung von Bewertungskriterien bei Problemkrediten höhere Wertberichtigungen als geplant angefallen. Diese finanztechnischen Maßnahmen berührten die Solidität, Liquidität und Rentabilität der Bank nicht, führten aber insgesamt zu einem buchhalterischen Verlust von 101,5 Millionen Euro, heißt es weiter.

Das operative Geschäft sei im ersten Halbjahr besser verlaufen als im Vergleichszeitraum 2018, ebenso wie die Entwicklung der Erträge bei Zinsmarge und Kommissionsgeschäft. „Auf der Basis der vorliegenden Daten geht die Volksbank von einer weiteren positiven Entwicklung im Kerngeschäft aus“, heißt es in der Aussendung.

„Keine negativen Auswirkungen“ 

„Die bilanztechnischen Maßnahmen in der Halbjahresbilanz haben keine negativen Auswirkungen auf die Solidität und weitere Unabhängigkeit der Bank“, sagt Volksbank-Präsident Otmar Michaeler. Die Entwicklung des Kerngeschäfts der Bank der vergangenen Jahre und insbesondere im ersten Halbjahr zeige, dass die Volksbank im operativen Geschäft absolut auf dem richtigen Weg sei.

„Die strategische Entscheidung, außerhalb Südtirols zu wachsen, ist schon vor 30 Jahren getroffen worden und wird seither konsequent umgesetzt“, so Michaeler.„Diese Entscheidung hat die Volksbank dazu befähigt, heute und auch in Zukunft als Regionalbank in einem erweiterten Marktumfeld als eigenständige Bank erfolgreich tätig zu sein.“ Insofern sehe der Verwaltungsrat diese bilanztechnischen Maßnahmen als sinnvoll, um die Volksbank „im Interesse der Aktionäre für die Zukunft noch besser aufzustellen“.

stol

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