„Für die Techniker ist der Stillstand unerklärlich“, sagte am Dienstag Franz Pixner, Geschäftsführer der Seilbahnanlagen Hirzer GmbH. Dabei liefen die beiden Hirzer-Seilbahnen seit Mitte Juli 2019 wieder wie geschmiert, nachdem es in den 9 Jahren davor immer wieder zu unerklärlichen Stillständen gekommen war und in der Folge die Elektronik ausgetauscht worden war. <BR /><BR /><embed id="dtext86-55592480_quote" /><BR /><BR />„Am Sonntag standen beide Seilbahnen von 9.30 bis 16 Uhr still. Danach sind sie wieder normal gelaufen. Am Hochunserfrauentag stand die Seilbahn von Saltaus nach Tall von 9.30 bis 14 Uhr still und jene von Tall nach Klammeben von 9.30 bis 16 Uhr. Viele Fahrgäste standen in der Warteschlange, dann haben sie andere Wandergebiete angesteuert. Das Ganze ist sehr ärgerlich und diese Störungen mehr als lästig. Im Moment (Dienstagvormittag, Anm. d. Red.) laufen die Bahnen wieder“, sagte Pixner. Wenigstens könne man zur Not mit dem Auto bis Tall fahren und dort den Sessellift Tall-Grube nehmen, fügt Pixner hinzu.<BR /><BR />Derzeit sind die „auswärtigen“ Techniker der Doppelmayr und der Fintec, dieses Unternehmen ist für die Elektronik zuständig, auf Problemsuche. „Bis jetzt haben sie nix Konkretes gefunden. Aber diese Stillstände vom Sonntag und Montag waren so ähnlich wie vor 3 Jahren“, sagt Pixner. Er hoffe, dass dieser Vorfall eine Episode bleibt, „wenn auch eine sehr ärgerliche“.<h3> Über 9 Jahre immer wieder Probleme</h3>Zwischen 2011 und 2019 kam es bei der Hirzer-Seilbahn immer wieder zu unerklärlichen Stillständen. Als die seltsamen Stillstände begannen, entschied die Gesellschaft, die 20-jährige Revision vorzuziehen. Doch das änderte nichts am Problem. <BR />Die Seilbahnanlagen Hirzer GmbH entschloss sich, die Firma Doppelmayr über den Winter mit dem Austausch der Elektronik zu beauftragen. „Das ist seit 2011 die dritte Steuerungsanlage“, sagt Pixner im August 2019 gegenüber dem Tagblatt „Dolomiten“. Im Zuge der Arbeiten wurde zusätzlich zum Notstromaggregat ein hydraulischer Notantrieb eingebaut. Die Kosten beliefen sich auf rund 800.000 Euro. <BR /><BR />Seit Mitte Juli 2019 fuhr die Bahn klaglos. „Nach 1,5 Monaten ohne Stillstände sind wir guter Dinge“, sagte damals Franz Pixner. „Die Techniker haben Ihres getan und ein bißchen Gotteshilfe war auch dabei. Ein Sicherheitsrisiko war die Bahn aber nie.“