Montag, 05. August 2019

HSBC-Chef John Flint zurückgetreten

Der Vorstand der britischen Großbank HSBC, John Flint, ist in der Nacht auf Montag zurückgetreten. Das teilte die Bank auf ihrer Website mit. Der Aufsichtsrat bat den Leiter der Welthandelsabteilung, Noel Quinn, den Posten vorerst zu übernehmen. Zu den Gründen von Flints Rücktritt hieß es lediglich, der Schritt sei „im Einvernehmen” mit dem Aufsichtsrat erfolgt.

Flint hatte das Ruder der HSBC im Februar 2018 übernommen Foto: APA (AFP)
Flint hatte das Ruder der HSBC im Februar 2018 übernommen Foto: APA (AFP)

Flint hatte das Ruder der größten europäischen Bank im Februar 2018 vom langjährigen Chef Stuart Gulliver übernommen und den Konzern auf Wachstum ausgerichtet. Bis 2020 will die Bank 15 bis 17 Milliarden US-Dollar investieren, um ihr Geschäft weiter zu stärken. Das Geld soll vor allem nach Asien und in neue Technologien fließen.

Im ersten Quartal hatten glänzende Geschäfte in Asien der Bank einmal mehr einen Milliardengewinn beschert. In den ersten drei Monaten des Jahres war der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern um knapp zehn Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar (5,7 Mrd. Euro) gestiegen, wie die Bank mitteilte. Mit etwas mehr als fünf Milliarden Dollar kam dabei der Löwenanteil aus Asien.

apa/dpa

stol