Mittwoch, 15. Juli 2015

Hydros GmbH behält Konzession für Kraftwerk Laas

Es bleibt alles beim Alten: Die Landesregierung hat die Vergabe der Konzession für das Kraftwerk Laas nach der erfolgten Neubewertung der Gesuchsunterlagen an die Hydros GmbH bestätigt. Bis 2039 darf das SEL-Unternehmen das Wasser mehrerer Bäche hydroelektrisch nutzen.

Das Kraftwerk Laas bleibt in der Hand der Hydros und somit der SEL.
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Das Kraftwerk Laas bleibt in der Hand der Hydros und somit der SEL. - Foto: © D

Der Hydros, an welcher die SEL eine Beteiligung von 60% hält, sind im Jahr 2008 die Konzessionen für sieben ehemalige Edison-Wasserkraftwerke in Südtirol übertragen worden.

Laut Erkenntnis des Landesgerichtes Bozen im Jahr 2009 erfolgte die Vergabe in zahlreichen Fällen unrechtmäßig. Bereits im März dieses Jahres wurde im Zuge einer Neuprüfung (des sog. "riesame") diese unrechtmäßige Vergabe von Konzessionen an zehn Großkraftwerken berichtigt. Nun folgte mit dem Kraftwerks Laas die letzte Berichtigung.

"Damit wird auch in diesem Fall die Rechtmäßigkeit wiederhergestellt", so Energielandesrat Richard Theiner.

Neubewertung und ursprünglicher Wettbewerbssieger bestätigt

Am Dienstag hat die Landesregierung die Vergabe der Konzession für das Kraftwerk Laas nach einer Neubewertung der von der Gerichtsbehörde zur Verfügung gestellten Dokumente an die Hydros GmbH - den ursprünglichen Wettbewerbssieger - bestätigt.

Die Hydros GmbH ist der einzige verbliebene Gesuchssteller, da das Vinschger Energiekonsortium (VEK) im Zuge einer außergerichtlichen Lösung mit der SEL AG und der Hydros GmbH bereits auf jegliche Rechte und ebenso auf einen Rekurs gegen den Beschluss der Landesregierung vom 30. Dezember 2009 verzichtet hat. 

Schadenersatzforderungen abgewandt

"Wir sind froh, dass es durch eine außergerichtliche Einigung gelungen ist, Schadenersatzforderungen abzuwenden und dass im Zuge der  Neubewertung der Gesuchunterlagen die Rechtmäßigkeit auch im Falle des Kraftwerks von Laas wiederhergestellt werden konnte", betont Landesrat Theiner.

Die Konzession für das Kraftwerk Laas, das der Hydros GmbH nun bis zum Jahr 2039 zugesprochen wird, umfasst die hydroelektrische Nutzung der Wasserableitungen aus dem Plimabach, dem Rosimtalbach, dem Schludertalbach, dem St. Mariabach, dem Soybach, dem Flimbach und dem Laaserbach in den Gemeinden Martell, Laas und Latsch. 

stol/lpa

stol