Mittwoch, 03. April 2019

IT-Experte: „Copyright-Reform schadet Innovation in Europa“

Eigentlich sollte mit einem neuen Urheberrecht alles besser werden. Stattdessen hat die sogenannte Copyright-Reform auf EU-Ebene für heftigen Streit gesorgt. Auch der Südtiroler IT-Experte Patrick Ohnewein steht der Reform kritisch gegenüber. Er sagt sogar im Interview mit dem „WIKU“, sie hemme die Innovation in Europa und schade der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Copyright-Reform hat auf EU-Ebene für heftigen Streit gesorgt.
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Die Copyright-Reform hat auf EU-Ebene für heftigen Streit gesorgt. - Foto: © shutterstock

Vergangene Woche hat das Europaparlament die Reform aller Proteste zum Trotz ohne Änderungen zugestimmt. Die Richtlinie bleibt aber umstritten. Einer, der damit wenig Freude hat, ist der Leiter der Abteilung für Digitale Technologien im NOI Techpark, Patrick Ohnewein. „Die Reform sehr gefährlich für die Innovation in Europa“, erklärt er im aktuellen „WIKU“. „Denn sie  setzt den europäischen Plattformbetreibern Hürden, die andere Plattformbetreiber außerhalb der EU nicht haben.  Der Gedanke, der hinter  der Reform steht,  ist richtig, die Umsetzung aber nicht glücklich.“

User würden davon profitieren

Für Rechtsanwalt Janis Noel Tappeiner von der Kanzlei Baur & Tappeiner aus Lana hingegen war die Reform längst überfällig. „Das Internet soll frei sein, allerdings müssen auch die Rechte und Interessen der Urheber geschützt werden“, betont er im Gespräch mit dem „WIKU“. Zudem ist er davon überzeugt, dass auch die User selber schlussendlich davon profitieren werden.

Mehr über die EU-Urheberrechtsreform und die Argumente der Befürworter und der Kritiker lesen Sie im aktuellen „WIKU“.

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stol