Bisher legalisierten die Italiener im Ausland deponiertes Schwarzgeld in Höhe von 85,1 Milliarden Euro, teilte Italiens Notenbank am Mittwoch mit. Allein aus der Schweiz seien 60 Milliarden Euro geflossen. Aus Luxemburg wurden 7,3 Milliarden Euro zurückgeführt, aus Monaco 4,1 Milliarden. Über das aus Österreich zurückgeflossene Geld wurden keine Angaben veröffentlicht.Das Kabinett Berlusconi hat beschlossen, die ursprünglich bis Dezember gültige Amnestie bis zum 30. April zu verlängern. Die Strafsteuer wurde allerdings von derzeit fünf auf sechs bis sieben Prozent des unversteuerten Vermögens erhöht. Durch die Steueramnestie flossen bisher rund 5,5 Milliarden Euro in die Kassen des italienischen Staates. Aus Sicht des Wirtschaftsministers Giulio Tremonti handelt es sich um ein beachtliches Ergebnis.Nachdem Italien seine Jagd auf Steuersünder verschärft und dabei zunächst die Filialen von Schweizer und österreichische Banken in Italien ins Visier genommen hat, dehnen die italienischen Behörden ihre Schwerpunktaktion jetzt auch auf slowenische Häuser aus, die in Italien vertreten sind. Die italienische Steuerpolizei hat im Kampf gegen Steuerhinterziehung 68 Niederlassungen slowenischer Banken durchsucht, die sich unweit der österreichischen und slowenischen Grenze befindet, teilte die italienische Steuerpolizei am Mittwoch mit.Die Razzia solle die „pünktliche Übermittlung aller relevanten Daten“ garantieren, erklärten die Steuerbehörden in einer Presseaussendung am Mittwoch. Die Operation sei Teil einer größeren Aktion gegen Steuerhinterziehung und internationale Finanzvergehen, hieß es. Mehrere Filialen von der Alpenbank, der Hypo Tirol Bank Italia, der Kärntner Sparkasse und der Hypo Alpe Adria Bank waren im Dezember in Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch Venetien und Veneto durchsucht worden.