Freitag, 28. September 2018

Italienische Staatsanleihen verlieren stark an Wert

Mit kräftigen Kursverlusten von über 10 Prozent haben heute die italienischen Staatsanleihen auf die Streitereien rund um die Budgetpläne der italienischen Regierung reagiert. Die Rendite für 10-jährige italienische Staatspapiere stieg im Sekundärmarkt bis Freitagnachmittag um 10,6 Prozent auf 3,22 Prozent. Zum Vergleich: Österreichische Papiere rentierten mit 0,68 Prozent um 7,5 Prozent tiefer.

Die italienische Regierung mit Vizepräsident Matteo Salvini genießt nicht das Vertrauen der Märkte. - Foto: APA
Die italienische Regierung mit Vizepräsident Matteo Salvini genießt nicht das Vertrauen der Märkte. - Foto: APA

5-jährige italienische Staatsbonds verloren noch deutlicher - ihre Rendite erhöhte sich um 19,8 Prozent auf 2,28 Prozent. In diesem Laufzeitenbereich werden die österreichischen Staatsanleihen bereits mit einem Negativzins von 0,01 Prozent gehandelt.

Auch andere europäische Staatsanleihen profitierten heute von den Querelen in Italien. Die Rendite der europäischen Benchmark im 10-jährigen Laufzeitenbereich, die deutsche Bundesanleihe, sank heute sogar um knapp 13 Prozent auf 0,46 Prozent. Nicht profitierten konnte aber etwa griechische Papiere. Ihre Rendite stieg ebenfalls an, nämlich um 4,4 Prozent auf 4,22 Prozent. Sie rentieren als noch höher als die italienischen Papiere, sie werden von den Marktteilnehmern also als noch riskanter eingestuft.

Ebenfalls deutlich gingen die Renditen für die Niederlande mit Minus 9,6 Prozent, Finnland mit Minus 6,8 Prozent, Frankreich mit Minus 6,l Prozent, Belgien mit Minus 5,9 Prozent und Irland mit guten 5 Prozent zurück. Für Portugal gab es nur ein minus 1 Prozent, Spanien blieb praktisch unverändert mit einem Plus von 0,1 Prozent.

apa

stol