Dienstag, 04. Juni 2019

Italiens Bahnen wollen mehr in Hochgeschwindigkeit investieren

Italiens Staatsbahnen (FS) setzen immer mehr auf Hochgeschwindigkeit. Dabei wollen sie Süditalien immer besser mit dem Rest des Landes vernetzen. Ab 2026 soll die 435 Kilometer lange Strecke zwischen Rom und der süditalienischen Hafenstadt Bari in drei Stunden statt in vier Stunden wie bisher befahrbar sein. Die Fahrzeit zwischen Neapel und Bari soll auf zwei Stunden gedrückt werden.

300 Millionen Passagiere sind in zehn Jahren mit den „Frecciarossa“-Zügen gefahren.
300 Millionen Passagiere sind in zehn Jahren mit den „Frecciarossa“-Zügen gefahren. - Foto: © APA/ANSA

„Die Bahn-Hochgeschwindigkeit hat Italien vom logistischen Standpunkt tiefgreifend geändert. Wir nehmen jährlich 40 Millionen Passagiere an Bord. Unser Ziel ist jetzt, das Hochgeschwindigkeitsnetz auszudehnen, das sich derzeit auf lediglich tausend Kilometer erstreckt“, betonte FS-Chef Giancarlo Battisti anlässlich des zehnten Jubiläums des Debüts der Hochgeschwindigkeitszüge „Frecciarossa“ auf dem italienischen Bahnnetz. 300 Millionen Passagiere sind in zehn Jahren mit den „Frecciarossa“-Zügen gefahren.

42 Milliarden Euro Investitionen für den Ausbau des Bahnnetzes seien von der Regierung geplant, berichtete Battisti. Die FS wollen auch auf regionale Bahnverbindungen setzen. 106 neue Regionalzüge sollen noch bis Ende dieses Jahres geliefert werden.

Battisti stellte die neuen Züge „Frecciargento ETR 700“ vor, die ab kommender Woche Mailand und Ancona vier Mal pro Tag verbinden. Geplant sind auch mehr Verbindungen von Mailand und Venedig in Richtung Adria. 17 neue „Frecciargento ETR 700“ werden bis Anfang 2020 auf Italiens Bahnnetz verkehren.

In Italien konkurrieren zwei Anbieter von Schnellzügen um die Kunden. Neben der Staatsbahn gibt es seit 2012 auch die privaten Italo-Züge. Italo bedient mit seinen schnellen und modernen Zügen des französischen Konzerns Alstom weniger Strecken als die Staatsbahnen, setzt aber vor allem auf Komfort und Service.

apa

stol