Sonntag, 01. März 2015

Italiens Baubranche weiterhin auf Talfahrt

Die von der Rezession schwer belastete italienische Baubranche sieht kein Licht am Ende des Tunnels. Nach sieben Jahren Krise meldete Italiens Bauwirtschaft 2014 einen siebenprozentigen Rückgang, berichtete der Handwerkerverband Confartigianato in einer neu veröffentlichten Studie.

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Wegen der Krise seien im vergangenen Jahr 13.000 in der Branche aktive Unternehmen verschwunden, was einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht. Dies wirke sich negativ auf die Beschäftigung aus, da Italiens Bauwirtschaft circa 830.000 Menschen beschäftigt.

Andere Länder verzeichnen Wachstum

Italien rudert somit gegen den Strom, denn in anderen großen EU-Ländern verzeichnet die Baubranche Wachstumsraten. In Spanien, in der die Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren stark rückläufig war, wurde 2014 ein Wachstum von 16 Prozent gemeldet. In Deutschland kam es zu einem Plus von 2,4 Prozent, berichtete Confartigianato.

In den letzten sieben Jahren seien die Investitionen im Bausektor um 58,5 Mrd. Euro geschrumpft, hieß es. Der Umsatz der Branche sei auf ein Niveau wie in den 1960er-Jahren gesunken. Die Bauindustrie erlebe die schwierigste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Lage werde sich ohne Stützungsmaßnahmen für den Bausektor auch in diesem Jahr nicht bessern, meinte der Verband. Zwei Drittel der Investitionen im Infrastrukturbereich seien seit 2007 gestrichen worden.

apa

stol