Mittwoch, 04. Juli 2018

Italiens Frächter warnen vor Grenzkontrollen

Italiens Frächterverband warnt vor erheblichem wirtschaftlichen Schaden bei möglichen dauerhaften Grenzkontrollen am Brenner.

Eine Stunde Verspätung, die Lkw bei der Brenner-Überquerung wegen der Kontrollen ansammeln würden, würde Italiens Wirtschaft 370 Millionen Euro jährlich kosten, 170 Millionen davon würden auf die Speditionsbranche entfallen, so der Frächterverband Conftrasporto.

Dauerhafte Grenzkontrollen würden die Verbindungen zwischen Italien und Mitteleuropa wesentlich schwieriger machen. Dies widerspreche dem Prinzip des freien Personen- und Warenverkehrs in Europa, schrieb der Vizepräsident von Conftrasporto, Paolo Ugge, in einer Presseaussendung am Mittwoch.

Er appellierte an die italienische Regierung, Druck auf Österreich zur Abwendung der Einführung der Grenzkontrollen auszuüben und alternative Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration vorzuschlagen. Zuvor hatte auch Infrastrukturminister Nobert Hofer (FPÖ) vor erheblichem wirtschaftlichen Schaden bei dauerhaften Grenzkontrollen gewarnt.

apa

stol