Freitag, 14. Juni 2019

Italiens Metallarbeiter streiken gegen Regierung

Die italienischen Metallarbeiter sind am Freitag in einen Streik gegen die Regierung getreten. Mit dem achtstündigen Arbeitsausstand riefen die Gewerkschaftsverbände CGIL, CISL und UIL die populistische Regierung zu einer Wirtschaftspolitik auf, die Beschäftigung, höhere Gehälter, Rechte der Arbeitnehmer und Industrie in den Vordergrund stelle.

An drei großen Demonstrationen beteiligten sich unter anderem die Metallarbeiter in Mailand. - Foto: Ansa
An drei großen Demonstrationen beteiligten sich unter anderem die Metallarbeiter in Mailand. - Foto: Ansa

An drei großen Demonstrationen beteiligten sich die Metallarbeiter in Mailand, Florenz und Neapel, berichteten italienische Medien. Sie bemängelten unzulängliche Investitionen in Süditalien und warnten vor der Krise mehrerer Unternehmen.

Zu den Sorgenfaktoren zählt der US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool. Industrieminister Luigi Di Maio hat diese Woche ein Dokument unterzeichnet, mit dem die Regierung Conte Whirlpool bereits gewährte Anreize für die Produktion in Süditalien von 15 Millionen Euro widerruft. Der Grund: Der Konzern hatte kürzlich angekündigt, sein Produktionswerk in Neapel verkaufen zu wollen.

430 Beschäftigte bangen um ihre Stelle, sowie weitere 900 Personen von Whirlpool-Zulieferern im Raum von Neapel. Erst im Oktober hatte Whirlpool ein Abkommen mit der Regierung abgeschlossen und eine Reihe von Investitionen mit Garantien auf Erhalt der derzeitigen Jobs bis Dezember 2021 angekündigt.

apa

stol