Freitag, 08. April 2016

Italiens Regierung dürfte Wachstumsprognosen für 2016/17 senken

Die italienische Regierung blickt einem Entwurf zufolge deutlich skeptischer auf die Konjunktur und die künftige Finanzlage des Landes.

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2016 nur um 1,2 Prozent und 2017 um weitere 1,4 Prozent zulegen, wie am Freitag aus einem Arbeitspapier hervorging, das der Agentur Reuters vorlag.

Bisher hatte die Regierung von Matteo Renzi für beide Jahre noch ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent angepeilt. Renzis Kabinett sollte das Dokument noch im Laufe des Tages verabschieden. Die Zahlen aus dem Entwurf könnten sich allerdings noch ändern.

Die Regierung geht demnach auch von einem deutlich höheren Haushaltsloch für das kommende Jahr aus. Das Defizit dürfte dem Papier zufolge bei 1,8 Prozent liegen, nach bisher erwarteten 1,1 Prozent. Für heuer betrage das Finanzloch im Verhältnis zur Wirtschaftskraft 2,3 (bisherige Prognose: 2,4) Prozent und damit weniger als die europäische Obergrenze von drei Prozent.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone schüttelt die drei Jahre lange Rezession von 2012 bis 2014 nur mühsam ab. Nach einem Wachstum von 0,8 Prozent im vorigen Jahr erwartet die EU für 2016 ein Anziehen der Konjunktur um 1,4 Prozent.

apa/dpa

stol