Dienstag, 24. Januar 2017

J&J setzt Fragezeichen hinter Diabetes-Geschäft

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson&Johnson stellt sein Diabetes-Geschäft auf den Prüfstand.

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Das Unternehmen prüfe mögliche strategische Optionen in dem Bereich mit Produkten für Diabetespatienten, teilte J&J am Dienstag mit.

Das betreffe vor allem die Tochter LifeScan mit Blutzucker-Messsystemen, Animas – ein Hersteller von Insulinpumpen – sowie Calibra Medical, die Medizinprodukte für Diabetiker herstellt. Zu den Optionen gehörten Partnerschaften bis hin zu einem Verkauf.

Von seinem Geschäft mit Blutzuckermessgeräten hatte sich auch der Leverkusener Bayer -Konzern getrennt, der dieses 2015 für eine Milliarde Euro an Panasonic Healthcare verkauft hatte. Die Geschäfte mit Blutzuckermessgeräten stehen schon länger unter Preisdruck. Die Zahl der Diabetes-Kranken steigt zwar weltweit an, bei den Geräten zur Messung des Zuckerspiegels gibt es inzwischen aber viele Anbieter.

Im vierten Quartal steigerte J&J seinen Umsatz dank neuer Produkte um 1,7 Prozent auf 18,11 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn des Herstellers von Dolormin-Schmerzmitteln und Penaten-Kinderhautpflegeprodukten wuchs um 18 Prozent auf 3,81 Mrd. Dollar. Analysten hatten mehr erwartet, das Unternehmen wurde jedoch von dem gestiegenen Dollar und einer nachlassenden Nachfrage nach Medizinprodukten gebremst.

apa

stol