Donnerstag, 15. Dezember 2016

Kompatscher: „Italien muss Probleme in den Griff kriegen“

Mit der neuen italienischen Regierung kommen Fragen auf: Welchen wirtschaftspolitischen Weg wird Gentiloni einschlagen? Wie wird sich das auf Südtirol auswirken? Und: Wie lange kann Südtirol bei der stagnierenden Wirtschaft Italiens Oberwasser behalten?

Arno Kompatscher unterstreicht: „Italien muss Probleme in den Griff kriegen“
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Arno Kompatscher unterstreicht: „Italien muss Probleme in den Griff kriegen“

„Dolomiten“: Der neue Ministerpräsident Paolo Gentiloni wird zuallererst ein neues Wahlgesetz erstellen müssen. Bedeutet das, dass wichtige wirtschaftspolitische Maßnahmen  auf der Strecke bleiben werden?
Arno Kompatscher: Gentiloni hat in seiner Antrittsrede betont, dass er sich beim  Wahlgesetz eine Einigung auf politischer Ebene zwischen den einzelnen Parteien  erhofft. Er hat den Ball also dem Parlament zugespielt. Die Regierung wird sich hingegen auf die vordringlichsten  Themen des Staates konzentrieren.

„D“: Die da wären?
Kompatscher: Zum einen die Notstandssituation im Erdbebengebiet in Mittelitalien zu beheben, zum anderen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die italienische Bankenkrise bewältigen zu können.  Das große Thema wird aber sein, die italienische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

„D“: Wie soll das gelingen?
Kompatscher: Gentiloni will einerseits das staatliche Infrastrukturprogramm vorantreiben und andererseits Maßnahmen  treffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Das sind im Prinzip dieselben Rezepte, die  wir hier in Südtirol mit gutem Erfolg anwenden. Es geht nur so. 

D/sor

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Das ausführliche Interview mit dem Wirtschaftslandesrat lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol