Dienstag, 06. Januar 2015

Konsum in Italien seit Krisenbeginn um 70 Mrd. Euro gesunken

Italien bekommt weiter stark die Auswirkungen der schweren Konsumkrise zu spüren. Zwischen 2007 und 2013 hat der Konsumrückgang insgesamt 70 Mrd. Euro betragen, geht aus einer Studie der Genossenschaften Coop in Italien hervor.

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Das Einkommen der Familie ist in diesem Zeitraum um 11 Prozent gefallen. Wegen der Rezession seien eine Million Jobs verloren gegangen.

Die Konsumkrise hat auch die Weihnachtszeit belastet, in der die Ausgaben um zwei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 gedrosselt wurden.

Lediglich der Online-Handel feiert ein Wachstum von 30 Prozent. Die Italiener seien besonders darauf aus, Schnäppchen im Internet zu finden. „Die Rezession ist zu Ende, doch kein Aufschwung ist in Sicht“, geht aus dem Bericht hervor.

Die Coop-Experten rechnen im Jahr 2015 mit einem Wachstum der italienischen Wirtschaftsleistung von 0,5 Prozent. Der Konsum soll um 0,7 Prozent steigen.

Wegen der Krise haben die Familien laut dem Händlerverband Confcommercio ihre Weihnachtseinkäufe auf die Zeit des Winterschlussverkaufs verschoben, um Geld zu sparen.

Der Winterschlussverkauf macht 20 Prozent des Umsatzes der italienischen Bekleidungsbranche aus.

„Wegen des Konsumrückgangs im Herbst gibt es jetzt beim Schlussverkauf eine große Auswahl, von der die Konsumenten voll profitieren können“, meinten Experten.

Zu rechnen ist mit Rabatten bis zu durchschnittlich 40 Prozent. Vor höheren Rabatten warnt der Verband der Einzelhändler ausdrücklich. Wer Rabatte von 70 oder 80 Prozent verspreche, sei nicht ernst zu nehmen.

apa

stol