Mittwoch, 24. Oktober 2018

Kosten für Kartenlesegeräte in Südtiroler Betrieben

Beim Einkaufen draufzahlen, weil man per Karte zahlen will? Ab 13. Januar 2019 verbietet das die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie. Eingeschlossen sind „besonders gängige" Zahlungsmittel wie Bankomat/POS-oder Kreditkarten sowohl im stationären Handel wie bei Onlinekäufen. Die Kosten für das bargeldlose Bezahlen sind jedoch nicht abgeschafft.

Die Kosten für das bargeldlose Bezahlen sind damit jedoch nicht gänzlich abgeschafft.
Badge Local
Die Kosten für das bargeldlose Bezahlen sind damit jedoch nicht gänzlich abgeschafft. - Foto: © shutterstock

Die Händler zahlen diese ihren jeweiligen Banken und rechnen die Gebühren dafür den Kunden in den Verkaufspreis mit hinein. Grund genug für die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) mal nachzuschauen was Handel, Dienstleister und weitere Kleinbetriebe hier zu Lande an Kosten zu berappen haben.

Die Informationsblätter der hiesigen Banken lassen Schlimmes befürchten. Deshalb liegt es im Interesse der Kunden, dass Kleinbetriebe hier gut mit den Finanzdienstleistern verhandeln. Darum hat sich die Verbraucherzentrale umgeschaut, was günstige Alternativen beim bargeldlosen Bezahlen sind.

Italien: Kommissionen für die Zahlungen unter den höchsten Europas

Die VZS hat die Informationsblätter der 3 größten örtlichen Banken sowie einiger Raiffeisenkassen in Bezug auf den POS-Dienst verglichen. In Italien sind die Kommissionen für die Zahlungen mit „E-Geld“ unter den höchsten Europas – doch die Preise in Südtirol toppen diesen traurigen Rekord noch.

Daher der Rat an die Geschäftswelt, die einzelnen Kostenpositionen im Vertrag genau unter die Lupe zu nehmen.

Komplexität schreckt ab

Zwischen Fixkosten, monatlichen Gebühren, Einmalkosten für die Geräte und Kommissionen hat sich der Dienst in eine Art Dschungel verwandelt, der manch einen gar davon abhalten könnte, so ein Gerät anzuschaffen, was wiederum den Dienst an den Kunden beeinträchtigen würde.

Wie aus der Tabelle ersichtlich gibt es ein beträchtliches Kostengefälle zwischen den Banken. Bei der Entscheidung für oder gegen ein spezifisches Angebot sollten insbesondere die variablen Kosten genau verglichen werden. Das Rechenbeispiel der VZS, das von einem kleinen Muster-Betrieb ausgeht, verdeutlicht dies. - Tabelle: VZS

stol

stol