Montag, 17. Juni 2019

Landesgesellschaften warfen 2018 über hundert Millionen Euro ab

Die Landesgesellschaften haben einen Produktionswert von 600 Millionen und verfügen über ein Gesamtkapital von 2,5 Milliarden Euro. Das geht aus dem Jahresbericht des Amtes für Finanzaufsicht hervor.

Die Therme Meran AG ist einer der vom Land kontrollierten Gesellschaften. Mit einer Landesbeteiligung von 95,16 Prozent kann sie auch als Inhouse-Gesellschaft gelten.
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Die Therme Meran AG ist einer der vom Land kontrollierten Gesellschaften. Mit einer Landesbeteiligung von 95,16 Prozent kann sie auch als Inhouse-Gesellschaft gelten.

Von A wie Alperia bis T wie Therme Meran: Das Land Südtirol ist als Teilhaber oder Mehrheitseigner an rund hundert Gesellschaften, von denen zehn als Inhouse-Gesellschaften gänzlich der Kontrolle des Landes unterstehen. Im vergangenen Jahr haben die Landesgesellschaften einen Gesamtgewinn von mehr als 102 Millionen Euro abgeworfen. Der Produktionswert lag bei fast 600 Millionen Euro und das Eigenkapital zum Jahresende 2018 bei fast 2,5 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind dem Bericht über die Beteiligungsgesellschaften zu entnehmen, den das Landesamt für Finanzaufsicht erstellt und den Landeshauptmann und Finanzlandesrat Arno Kompatscher nun - wie vom Gesetz vorgeschrieben - dem Landtag übermittelt hat. 

„Der Bericht zeigt, dass Südtirols öffentliche Gesellschaften sich im Vergleich zu jenen auf dem restlichen Staatsgebiet intensiv und schnell entwickelt haben“, sagt Finanzlandesrat Kompatscher. Sie bestreiten mehr als 17 Prozent der Ausgaben, insgesamt sind es 2,03 Milliarden Euro. Wichtigster Bereich ist mit fast 60 Prozent der Energiesektor, es folgen das Sozialwesen mit 8,4 Prozent und der Bereich der Straßen und Verkehrsnetz (7,5 Prozent).

Überdurchschnittlich effizientes Wirtschaften

„Das Ministerium bescheinigt den öffentlichen Gesellschaften in Südtirol im gesamtstaatlichen Vergleich eine überdurchschnittlich effizientes und marktorientierteres Wirtschaften“, betont der Direktor im Amt für Finanzaufsicht, Claudio Cale, "auf der Ausgabenseite ist die Zinsbereitschaft gering, ein Zeichen für eine niedrige Verschuldung und eine geringere Anfälligkeit gegenüber Zinsänderungen. Auf der Einnahmenseite sticht der große Umsatz (88 Prozent) bei begrenzten öffentlichen Zuwendungen ins Auge. Das ist ein Zeichen dafür, dass die öffentlichen Gesellschaften insgesamt den Landeshaushalt nicht übermäßig belasten." 

Amtsdirektor Cale verweist auch auf die Maßnahmen zur Steigerung von Transparenz, Effizienz und Kosteneffizienz der öffentlichen Gesellschaften. So wurden 2018 die Kontrolle der Finanzströme zwischen Land und Landesgesellschaften verbessert, Richtlinien zur Personaleinstellung genehmigt sowie ein Modell des Corporate-Governance-Berichts definiert, das es dem Land ermöglicht, das Management der Gesellschaften mit Landesbeteiligung jederzeit zu überprüfen.

lpa

stol