Sonntag, 17. Mai 2015

Lokführer und Deutsche Bahn weiter auf Konfrontationskurs

Streit, Streik, Vorwürfe und kein Ende in Sicht: Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL haben sich am Sonntag die Fronten erneut verhärtet.

Foto: © APA/AP

Beide Seiten warfen sich gegenseitig den Abbruch der Verhandlungen vor. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte: „Beide Parteien sollten sich so schnell wie möglich auf ein Schlichtungsverfahren einigen.“

Vertreter der Deutschen Bahn und der GDL hatten am Freitag und Samstag über eine Lösung des seit Monaten andauernden Konflikts vertraulich verhandelt – insgesamt 20 Stunden nach Angaben des Konzerns. Doch zu einem für Sonntagvormittag um 10 Uhr verabredeten Treffen beider Seiten kam es nicht mehr.

Die GDL warf der Bahn in einer Erklärung vor, den Verhandlungstisch am Samstag verlassen und die Verhandlungen „einseitig“ abgebrochen zu haben.

Doch die Bahn stellte die Vorgänge völlig anders dar und wies die Vorwürfe der GDL zurück. „Die GDL verdreht die Tatsachen“, erklärte das Unternehmen. Es sei die Gewerkschaft gewesen, die zu der geplanten Fortsetzung der Gespräche am Sonntagvormittag nicht erschienen sei.

apa/afp

stol