Mittwoch, 21. Dezember 2016

Mediaset: Italiens Börsenaufsicht will Vivendis CEO treffen

Nachdem die französische Mediengruppe Vivendi ihren Anteil an dem italienischen Fernsehkonzern Mediaset um Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi auf 26 Prozent aufgestockt hat, schaltet sich jetzt die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob ein.

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Diese hat Vivendis CEO, Arnaud de Puyfontaine, zu einem Gespräch am kommenden Freitag eingeladen.

Dabei soll de Puyfontaine über Vivendis Pläne in Zusammenhang mit dem massiven Aktienaufkauf bei Mediaset informieren. Vivendi wollte den Schritt der Börsenaufsichtsbehörde nicht kommentierten.

Berlusconi erklärte am Mittwoch, er kümmere sich um Vivendi nicht, die Sache sei in den Händen seiner Kinder Piersilvio und Marina. „Sie sind in der Lage, die italienische Identität Mediasets zu verteidigen“, sagte Berlusconi.

Vivendi kommt seinem angepeilten Ziel eines 30-prozentigen Anteils an der Mailänder TV-Gesellschaft immer näher. Das Interesse Vivendis an Mediaset beflügelt die Aktien der Fernsehgruppe an der Mailänder Börse, die auch am Mittwoch zulegten.

Vivendi und Mediaset liegen seit Monaten im Streit, nachdem die Franzosen die Details einer vereinbarten Allianz neu aushandeln wollten. Eigentlich wollten die Unternehmen eine gemeinsame Plattform zum weltweiten Vertrieb von TV-Inhalten schaffen – in französischen Medien war von einem „europäischen Netflix“ die Rede.

apa/dpa

stol