Dienstag, 09. Januar 2018

Nachhaltig und nutzerfreundlich: Landesmobilitätsplan genehmigt

Ein umweltfreundlicher, qualitätsvoller und bedarfsorientierter öffentlicher Nahverkehr: Das ist das Ziel des am Dienstag genehmigten Landesmobilitätsplans.

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Foto: © D

Das Land setzt mit einem Netz von günstigen und gut vertakteten öffentlichen Verkehrsmitteln auf effiziente umweltschonende Mobilität und Lebensqualität, vor allem auch in den Dörfern. Leitmotiv ist #südtirolverbinden.

Wichtiges Planungsinstrument der Personenverkehrsdienste und deren notwendigen Infrastrukturnetze für die kommenden zehn Jahre ist der Landesmobilitätsplan, den die Landesregierung am Dienstag in Bozen genehmigt hat.

Qualitätsangebot für Fahrgäste

Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und zu potenzieren, um ein nachhaltiges, bedarfsorientiertes Angebot mit hohem Qualitätsstandards für die Fahrgäste zu schaffen. „Dafür wurden die aktuelle Situation und die künftigen Entwicklungen analysiert und viele Faktoren wie etwa die soziale Inklusion oder die Bedeutung der Mobilität für Entwicklungen in Wirtschaft und Tourismus berücksichtigt“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Erreichbarkeit und Vernetzung aller Landesteile, speziell der strukturschwachen und abwanderungsgefährdeten Gebiete sind zentrale Elemente. „Vor allem wollen wir die Qualität der Dienste verbessern und optimieren, damit immer mehr Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht mit dem Privatauto fahren“, sagte Kompatscher.

Vorschläge der Bürger aufgenommen

„In den strategischen Plan eingeflossen sind auch, soweit umsetzbar, die über 150 Rückmeldungen der Bürger und möglichen Konzessionäre zum Entwurf des Plans in den vergangenen Monaten, wobei es vor allem um Fahrpläne, Einzugsgebiete, Klassifizierung der Dienste und Vergabemodi sowie Infrastrukturprojekte ging“, unterstrich Mobilitätslandesrat Florian Mussner, der den Plan zu Genehmigung vorgelegt hat.

Auch das künftige Angebot der Nightliner sei enthalten, so der Mobilitätslandesrat. Sämtliche Vorschläge wurden katalogisiert, überprüft, eingearbeitet oder mit Begründung abgewiesen.

93 Prozent der Südtiroler haben Öffis ganz in der Nähe

Das Hauptaugenmerk des Landesmobilitätsplans gilt der Organisation und Vergabe der außerstädtischen Buslinien. Entsprechend sind die Linien in Hauptlinien, Basislinien, lokale Linien, Schultransport und in touristische Linien eingeteilt. So wird auch festgelegt, ob allein das Land und/oder auch die Gemeinden zuständig sind, die Linien einzurichten und zu finanzieren. 

Aktuell können bereits 93 Prozent der Menschen in Südtirol auf öffentliche Verkehrsmittel in 500 Metern Entfernung zugreifen. Damit das Wohnen in den Dörfern weiterhin attraktiv bleibt, sieht der Plan vor, die peripheren Linien (plus 46 Prozent), aber auch die Hauptlinien (plus 18 Prozent) und die lokalen Linien (plus 16 Prozent) zu verstärken. Rückgrat der Mobilität bleibt die Bahn.

lpa

stol